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Entscheidung heute! Was soll mit dieser Behauptung ausgesagt werden? Es genügt heute nidit mehr, diese oder jene Glaubenserkenntnisse im Raum derTheologie und derKirche unverbindlich zu diskutieren und sich mit vieldeutbaren Auslegungen zufrieden zu geben. Vielmehr wird die Uberlegung unumganglich, wo denn überhaupt noch ein letzter Halt zu finden sei, wo ein unerschütterlicher Orientierungspunkt klare Wegweisung zu geben vermöge. Was hat eigentlich als die »Sache« des christlichen Glaubens zu gelten, an der unter allén Umstanden in der Wirrnis unserer Gesdiichtsstunde festgehalten werden mufí? Eine Antwort darauf kann nur so gegeben werden, dafí wir uns entschlossen zu dem hinwenden, was je und dann die christliche Existenz begründet hat, námlich die Entscheidung, die Gott in der Auferweckung des Jesus Christus von den Toten für die Welt getroffen hat. Diese Entscheidung gilt es ganz ernstzunehmen. Angesichts dieser Entscheidung sind wir gefragt, was wir von ihr haltén, wie wir theologisch, ja auch existentiell mit ihr fertig werden. So stellt Jesu Auferstehung die Theologie vor die Entscheidung, die eine Stellungnahme ohne jedeZweideutigkeit verlangt. Mit dieser Thematik verbindet sich daher die Anfrage, wie es heute inmitten ungezahlter theologischerStimmen mit dem Verstandnis dieser Entscheidung steht. Das Gesprách darüber, das schon in meinem Buch »Glauben an Jesus? Die Begegnung der Christologie mit der modernen Existenz« (1963 A2) eingeleitet wurde, ist umso dringlicher geworden, als die Theologische Disputation von Sittensen über die Auferstehungsfrage (1964), die - wie Ernst Fuchs mit »Freude« bezeugt - »keineswegs eine