Bővebb ismertető
Im allgemeinen wird die Meinung vertreten, da8 der psychotherapeutische Umgang mit Jugendlichen besonders schwierig ist. HeiBt das nun, daB die Psychotherapie des Jugendlichen eine gröBere Kunst ist als die Therapie von Kindern oder Erwachsenen, oder sind unsere Zweifel an der Psychotherapiebarkeit des Jugendlichen schlicht und einfach Ausdruck eines Lerndefizits, das wir im Zusammenhang mit der Therapie des Jugendalters habén? ZAUNER (1975) hat darauf hingewiesen, daB von psychoanalytischer Seite die intensive Forschung auf dem Gebiet des Jugendalters vor zwei Jahrzehnten begonnen hat und die Lehrtatigkeit über die Therapie des Jugendalters gar erst 15 Jahre alt ist. So verwundert es nicht, daB BIERMANN (1975) nach einer Umfrage feststellen muBte, daB Spezialabteilungen für Jugendliche heute nicht einmal in Universitatseinrichtungen die Regei sind. Diese "therapeutische Zurückhaltung" auf dem Gebiet der Psychotherapie des Jugendalters findet auch in der P-raxis ihren Niederschlag, denn bei der psychotherapeutischen kassenarztlichen Versorgung sind die Antrage auf eine Therapie für Jugenliche unterreprasentiert. DaB wir dem Jugendlichen unsere "therapeutische Gunst" über so lange Zeit entzogen habén, dürfte auch mit der wissenschaftlichen Neugier psychoanalytisch orientierter Forscher zusammenhangen, die die Gültigkeit der analytischen Phasenlehre, die aus den Rekonstruktionen von Erwachsenenanalysen gewonnen wurde, am Kind in statu nascendi aufzeigen wollen. Projiziert man allerdings dieses Wissen über frühkindliche normálé und pathologische Entwicklungsablaufe auf die Zukunft, dann machen wir es fruchtbar für die Erweiterung unseres theoretischen und praktizierbaren Wissens über die Pubertat. Alfréd ADLER (1914) hat vom Lebensstil gesprochen, den wir in den ersten Lebensjahren erwerben und der schon frühzeitig die Art der Perzeption, der Erlebnisverarbeitung und der Verhaltensweisen als übergeordnete Instanz steuert. Ihm wohnen bereits in der Kindheit keimhaft die Lebensziele eines Menschen inne, auf die er hinstrebt. So sind in das Leben eines Menschen schicksalbestimmende Vergangenheits- und Zukunftsaspekte verwoben, wobei erstere aus den vergangenen Erfahrungen eines Menschen stammen und letztere aus den eigenen zukunftsorientierten Entwürfen und den Erwartungen der