Bővebb ismertető
VORWORT
A.
Luf vielen Wissensgebieten hat die Forschung in jüngster Zeit schnellere Fortschritte gemacht als in den vergangenen Jahrhunderten zusammen. Dies trifft vor allem auf die Naturwissenschaften zu, und zwar nicht nur auf die weltraumerobernden Erfolge von Physikern und Ingenieuren. Auch die Kenntnis der Tierwelt hat sich erheblich erweitert, obwohl es hier um ein Gebiet geht, das dem Menschen schon immer sehr nahe stand und vertraut war.
Ein in seinem Umfang begrenztes Werk kann gewiß nicht umfassende und vollständige Schilderungen aller uns heute bekannten Tiere geben. Es kann aber einen ordnenden Überblick über ein Gebiet verschaffen, das in seiner Vielfalt und seinem Reichtum an Formen zu den anziehendsten Erscheinungen der Schöpfung gehört.
Der Anteil von Bild und Text wurde in diesem Werk bewußt gleichmäßig groß gehalten, weil der moderne Mensch daran gewöhnt ist, in Bildern zu lesen und zu lernen. Die aus biologischer Sicht verfaßten Texte international bekannter Fachwissenschaftler bilden mit Tausenden von farbigen Illustrationen eine sinnvolle Einheit.
Die zur Verfügung stehende Seitenzahl zwang zu einer bestimmten Konzeption. So wurde vor allem Wen darauf gelegt, Tiere zu zeigen, die jeder ohne große Hilfsmitttel selbst sehen und studieren kann. Aus diesem Grunde sind zum Beispiel die Niederen Tiere auch nur bis zu den Ordnungen berücksichtigt. Es sind aber trotz der notwendigen Raffung alle typischen Vertreter gezeigt, um dem Leser vor Augen zu führen, daß die gesetzmäßige Ordnung dieser Kleinlebewelt, ihre Vielfalt und die individuelle Lebensart genauso bewunderungswürdig sind wie die aller anderen Tiere. Entsprechende Bildtafeln vieler Stämme, Klassen und Ordnungen erleichtern dem Leser, das ordnende Prinzip der Systematik zu begreifen.
Die Unterschiede zwischen miteinander verwandten Tieren werden augenfälliger durch die zusammenfassende Darstellung auf zwei nebeneinanderliegenden Seiten. Man lernt, die einzelnen Tiere besser auseinander zu halten und die charakteristischen Merkmale zu erkennen, die aufgrund von Formund Farbunterschieden nunmehr fast selbstverständlich sichtbar geworden sind.
Der Dank des Herausgebers gebührt den Textbearbeitern, die sich in vorbildlicher Weise der Gesamtkonzeption angepaßt haben, trotz der besonderen Schwierigkeiten, die in der Beschränkung des Platzes lagen. Für ihre beratende Tätigkeit sei auch den Herren Prof. Dr. Hartmann (Crustacea), Prof. Dr. Kaiser (Mollusca) und Prof. Dr. Weidner (Insecta) gedankt. Nicht zuletzt gilt der Dank dem Georg Westermann Verlag, Braunschweig, der alles daran gesetzt hat, um das Buch zu einer ebenso schönen wie nützlichen Veröffentlichung zu machen.
Wilhelm Eigener