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VORWORT
Als Erdpolitik bezeichne ich die weltweite Umweltpolitik. Bei der Bezeichnung E/'i/politik hat das Raumschiff Erde Pate gestanden, aber auch die „Erde", aus der wir sind und zu der wir werden.
Der Zustand der Erde verlangt gebieterisch globales Denken. Dies war bis vor kurzem ungewohnt. Unsere Politik ist größtenteils noch national organisiert. Der „Erdgipfel" von Rio de Janeiro, der den erdpolitischen Durchbruch hätte bringen sollen, ist teilweise ein Opfer dieses Umstands geworden.
Dieses Buch, dessen erste Auflage 1989 erschien, hat sich die Überbrückung einiger der Widersprüche zwischen individuellen Wünschen, nadonaler Politik und globalen Notwendigkeiten zur Aufgabe gemacht.
Der Themenumfang des Buches ist folglich enorm. Es ist äußerst riskant, sich gleichzeitig auf mehr als ein Dutzend ganz verschiedenartiger Themen einzulassen. Dadurch steht von vornherein fest, daß der Autor in nahezu jedem Kapitel den Fachleuten des dort besprochenen Gebiets an Fachwissen unterlegen ist. Ich gehe das Risiko ein in der Gewißheit, daß die Themen zusammengehören. Leserinnen und Leser sollen ermutigt werden, ihrerseits über diese Zusammengehörigkeit der Themen nachzudenken. Ich lade zugleich erneut die Fachleute ein, jegliche Einzelaussage richtigzustellen oder zu kommentieren (Adresse: Wuppertal Institut, Döppersberg 19, D-42103 Wuppertal).
Das Manuskript für die erste Auflage basierte auf Vorlesungen im Rahmen einer SEL-Stiftungsprofessur an der TH Darmstadt im Sommer 1988. Für die Mitschrift danke ich Martin Baatz und Astrid Bornschier.
Seither ist eine fast unübersehbare Zahl von Korrektur- und Ergänzungsvorschlägen in den Text eingeflossen, für die ich mich herzlich be-