Bővebb ismertető
Die Wirksamkeit und Attraktivität der politischen Bildung ist auch und nicht zuletzt eine methodische Frage. Politisches Lernen darf weder zu sehr lehrerzentrierter Informationsunterricht, systematisierte Politik oder Institutionenkunde sein, noch darf es nur forschende, erlebensbetonte Auseinandersetzung mit der Politik beinhalten. Beides ist aufeinander bezogen und notwendig. Politik erleben und erforschen, erspielen und erkunden, ist Schwerpunkt und zentrales Thema des vorliegenden Bandes.Die vorgestellten Methodenbereiche sind alle aktive Methoden, die ein offenes Lernen, das Handeln und Denken, Entdecken und Strukturieren, Verinnerlichen und Behalten verbinden. Politisches Lernen, das überwiegend auf rezeptive Lernleistungen abstellt, greift zu kurz und ist gerade für die intendierte Handlungsebene einer demokratischen Politik wenig effizient.Als die Bundeszentrale für politische Bildung im Februar 1987 zu einer didaktischen Fachtagung Erfahrungsorientierte Methoden der politischen Bildung nach Hohenroda einlud, war die Resonanz außerordentlich groß. Der Verlauf und die Ergebnisse dieser Tagung haben sie ermutigt, die systematischen und methodischen Beiträge zu überarbeiten und durch die Veröffentlichung in der Schriftenreihe der Bundeszentrale den Lehrern in Schule und Erwachsenenbildung zur Diskussion und Anwendung im Lernprozeß zu empfehlen.Die Methodenbereiche dieses Bandes gehen von der Grundüberlegung aus, daß die Methoden des politischen Arbeitens, Denkens und Argumentierens nicht primär eine Frage der theoretischen Einsicht sind, sondern vielmehr des praktischen Trainings. Indem die Lernenden zum Beispiel politische Auseinandersetzungen im Planspiel simulieren, einen themenzentrierten Videofilm drehen, eine Wandzeitung gestalten, Plakate und Flugblätter entwerfen oder politische Problemfelder vor Ort erforschen, werden Handlungstraining, Wissenserwerb und Meinungsbildung unmittelbar miteinander im Lernprozeß verbunden.Die abschließende Dokumentation der gängigen Methoden für einen interaktiven Lernprozeß soll das Gesamtbild abrunden. Sie bilden die unverzichtbaren methodischen Variationen, die einen themenzentrierten Lernprozeß auch ohne direkten Erfahrungsbezug interessant und dynamisch gestalten können. Diese Ausstellung kann für die Aus- und Weiterbildung über die Bundeszentrale angefordert werden.7