Bővebb ismertető
Professor Dr.
Heinz Haber
Professor Haber
zu diesem Buch:
In der Zoologie und
Botanik gibt es für jede Art
von Lebewesen eine
wissenschaftliche Bezeich-
nung auf lateinisch;
auch wir Menschen haben
einen solchen Fach-
namen: „Homo sapiens".
Das heißt „der intelligente
Mensch". Damit soll unsere allen
Tieren überlegene Intelligenz als
typisch angesprochen werden. Außer
durch unsere Klugheit unterscheiden
wir uns aber auch sonst von anderen
Lebewesen. Es gibt einige Tiere, die
außer den ihnen angewachsenen
natürlichen Körperteilen auch künst-
liche Werkzeuge benutzen wie etwa
Steine, Grashalme oder kleine Stöcke.
Für uns Menschen dagegen sind
Werkzeuge typisch. Deshalb wäre eine
andere lateinische Bezeichnung für
uns vielleicht besser, nämlich „Homo
faber". Das lateinische Wort „faber"
heißt „Schmied", und die Schmiede ist
eine der ältesten Werkstätten, in de-
nen wir unsere Werkzeuge herstellen.
Dabei sind wir unglaublich weit über
die Steinzeit hinweg fortgeschritten,
als wir unsere Werkzeuge noch in der
freien Natur auflasen. Längst sind wir
dazu übergegangen, Werkzeuge her-
zustellen, die man in der Natur nicht
H
kl
rer. nat. habil.
einfach so finden kann.
Wenn man sie nicht findet,
dann muß man sie eben
„erfinden".
Dieses WAS IST WAS-
Buch berichtet über die
glanzvolle Erfolgsstory
der „Erfindungen", mit
denen Homo faber seine
Welt veränderte. Dabei können wir
den Begriff Werkzeug sehr weit fassen.
Da wir von Natur aus nicht fliegen
können, erfanden wir das Flugzeug;
da unsere Sehkraft beschränkt ist,
erfanden wir das Fernrohr und das
Mikroskop; da überhaupt kein Lebe-
wesen je die Erde verlassen konnte,
entwickelten wir die Weltraumfahrt
und flogen zum Mond.
Ungezählte Erfindungen haben die
Menschheit von der Not des reinen
Überlebens befreit und uns das Leben
ungeheuer erleichtert. Freilich gab es
auch Nachteile, so daß heute bei
vielen eine gewisse Technikfeindlich-
keit Mode geworden ist. Es wäre
aber völlig falsch, Erfindungen pau-
schal zu verteufeln — nein, gerade
für die Zukunft brauchen wir die
Erfindungskunst des Homo faber
mehr denn je zuvor. Nur in ihrer
Anwendung müssen wir behutsamer
werden.
Heinz Haber j ^