Bővebb ismertető
Geographische Lage In der südlichen Hálfte des weitgespannten Thüringer Beckens gelegen, breitet sich Erfurts Stadtgebiet gröRtenteils im sogenannten Erfurter Becken aus, das in Süden und Westen vom bewaldeten Muschelkalksattel des Steigers und der Fahnerschen Höhe begrenzt wird. Dieser im Tertiár aufgewölbte geologische Sattel falit nach Nordosten steil zur geologischen Erfurter Mulde ein, zeigt aber auch im Dreienbrunnen ein deutliches beiderseitiges Einfallen zum Geratal. Die Gera, die im Schneekopf-Schmücke-Gebiet des Thüringer Waldes entspringt, erreicht über Plaue/Arnstadt Erfurt beim Stadtteil Bischleben. In einem markanten Steiltal durchbricht sie den Steiger-Fahner-Sattel beim Stadtteil Hochheim, durchfliefct in weitem Bogén die Stadt und verláíSt sie nach Norden - vorbei am Rőten Berg - in Richtung auf den HauptflulS des Thüringer Beckens, die Unstrut. Erfurt entstand als typische Furtstadt an einem flachen Übergang über die Gera, der sich dort anbot, wo der FlulJ infolge einer Gefálleverminderung eine Reihe weitverzweigter Arme bildet, die die malerische Altstadt durchflielSen. Besonders charakteristisch dafür ist das Venedig", ein Gebiet der Stadt, das mit seinem Namen und mehreren kleinen FluGláufen an die Adriastadt erinnert. Aufgebaut werden das Erfurter Becken und seine Randhöhen durch Gesteine der Mittelzeit der Erdgeschichte (Mesozoikum), besonders des Muschelkalkes und Keupers. Wáhrend der Muschelkalk am Steigerrand und den Fahnerschen Höhen in vielen Aufschlüssen zutage tritt, bedeckt der Keuper mit weiten Decken diese Höhen und wird auch im Inneren des Erfurter Beckens, an Petersberg, Domhügel und Daberstedter Berg, sichtbar. Diese kleineren Hügel sind Aufpressungen einer Störungslinie, der Erfurter Störung", die parallel zum Steiger-Fahner-Sattel verláuft und in den beiden Hirnzigenbergen bei Erfurt-Melchendorf sogar den mittleren Muschelkalk zutage bringt. Die Hügelketten im Osten der Stadt (Ringelberg, Galgenberg) sind von der Gera geschaffene FluíSterrassen, die mit ihrer Keuperunterlage von der eiszeitlichen Gera aus der Keupertafel herausgeschnitten wurden. Áhnlich ist der Rote Berg im Norden der Stadt entstanden. Aus Gipskeuper aufgebaut, blieb er als weit ausladender Tafelberg inmitten der Geraaue erhalten. Die auf dem Plateau des Rőten Berges aufgeschlossenen Schotter sind frei von nordischen Geschieben, da sie bereits vor der Vereisung des Erfurter Gebietes hier abgelagert wurden. Das Inlandeis erreichte das Erfurter Becken in der Elsterkaltzeit und hinterlieft neben einer Reihe von Blockpackungen zahlreiche Findlinge, die heute unter Naturschutz stehen.