Bővebb ismertető
Der Gedanke, das Homiletische Lehr- und Quellenwerk durch eine Beispielsammlung zu ergánzen, entsprang vor allém der Erwágung, dafi sich von dem ganzen dort gebotenen Stoff die Beispiele am rasdiesten verbraudien, wáhrend anderseits der Bedarf an solchen in der religiösen Unterweisung erfahrungsgemáfi immer grófi ist. Es sind darum hier, der Titelanordnung des Lehrwerks folgend, eine Füllé von Tatsachen und Zeugnissen dargeboten, die eine Zugabe zu dem im Quellenwerk mitgeteilten Stoff bringen sollen. Über den Wert des Beispiels für Predigt und Unterricht ist kaum ein Wort zu verlieren. Wenn die französische Kanzelberedsamkeit der klassischen Zeit auf diesem Gebiet einem grundsatzlichen Purismus huldigte, so war das kein Vorzug. Die grófién Volksprediger habén immer die Bedeutung des Beispiels für eine wahrhaft volkstümliche Verkündigung anerkannt und nach den Grundsátzen gehandelt, die ein berühmter Prediger des Mittelalters, der spátere Kardinal Jákob von Vitry (1170-1240), in den Worten ausgesprochen hat: „Die Kraft der Beweisführung hat wenig Einflufi bei den schlichten Gláubigen; zum Verstandnis der Hl. Schrift ... müssen sich Beispiele gesellen, die begeistern, erfrischen und zugleich erbauen. Wer diese Methode tadelt, hat keine Ahnung, wie wirksam sie sein kann." Mafivoll gebraucht und geschickt verwertet - die Anweisungen hiefür hat die Homiletik zu geben -, ist das Beispiel auch heute noch eines der besten und wichtigsten Mittel zur Erreichung des Predigtzieles: ut veritas pateat, moveat, placeat. Ausschlaggebend ist dabei alléin die homiletische Brauchbarkeit. Diese einzig den aus der Bíbel geschöpften Zügen zuzusprechen (wie sie im Quellenwerk gesammelt sind), wáre wiederum ein Purismus, der christlicher sein will als Christus selbst. Mit der gleichen Selbstverstándlichkeit, mit der er Beispiele der alttestamentlichen Schriften gebrauchte, hat der Herr auch neueste Tagesmeldungen in den Dienst seiner Verkündigung gestellt (vgl. etwa Lk 13,1-5); und das Gleichnis vom barmherzigen Samaritan, eine der köstlichsten Perlen in Jesu Reden, knüpft nach Meinung mancher Exegeten an den Bericht von einem Ereignis an, das sich vielleicht wenige Tage zuvor auf dem Wege „von Jerusalem nadi Jericho" wirklich abgespielt hatte. Ein Beispiel soll wahr sein. Es wurde darum besonderer Wert darauf gelegt, nur solche Beispiele zu bringen, die vor einer vernünftig gehandhabten historischen Kritik standhalten können. Die Quellen, aus denen geschöpft wurde, sind sigliert den Beispielen angefügt (vgl. die Quellensigelliste der náchsten Seiten; ein Teil der Quellenwerke und der darauf bezüglichen Angaben ist leider der Ungunst der Zeit zum Opfer gefallen und konnte nicht wiederhergestellt werden). Dabei ist jedoch zu bedenken, dafi diese Angaben nur die Fundstellen bezeichnen, über den quellenkritischen Wert der Mitteilung aber noch kein Urteil abgeben, mit Ausnahme jener Quellen, die im folgenden Verzeichnis besonders gekennzeichnet sind. Jedes einzelne Beispiel bis zur letzten kritisch gesicherten Quelle zu verfolgen, übersteigt bei der Masse des Gebotenen die