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Vorwort
Vorwort
Als Dürrenmatts Drama Die Physiker 1962 erstmalig auf die Bühne kam, sah das Gesicht der Welt anders aus als heute.
Mitten in Europa standen sich zwei
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sehe Blocke, die NATO und der Warschauer Pakt, feindlich gegenüber. Sinnfälliger Ausdruck dieser Blockkonfrontation war die nur ein Jahr zuvor (1961) errichtete Mauer, die die Spaltung Deutschlands und Europas auf ewig zu zementieren schien und an der sich die ehemaligen Verbündeten des II. Weltkrieges nun als Gegner im „Kalten Krieg" gegenseitig bedrohten. Auch die „Korea-Kri-se"(1950~1953) hatte den Menschen vor Augen gehalten, wie instabil die politische Situation durch die Konkurrenz der beiden Supermächte geworden war.
Die Rüstung der beiden Blöcke und ihrer führenden Mächte, der USA und der Sowjetunion, hatte mit ihren atomaren Arsenalen die Möghchkeit eröffnet, in einem eskalierenden Konflikt nicht nur die an einem Krieg beteiligten Parteien zu vernichten, sondern die gesamte Menschheit auszulöschen und die Grundlagen allen Lebens zu zerstören. Dass Dürrenmatt
Die Welt - ein Irrenhaus ^^^^ ^^ück in einem Irrenhaus spielen
heß, musste vielen Zeitgenossen deshalb als durchaus angemessen erscheinen, weil es das Lebensgefühl der Menschen traf: Die Entwicklung von Naturwissenschaft und Technik hielt einerseits Lösungsperspektiven für viele Menschheitsprobleme bereit, schien aber andererseits -vor allem in ihrer militärischen Dimension - die Menschheit an den Rand des Abgrundes gebracht zu haben. In einem guten Jahrzehnt, der letzten Dekade des 20. Jahrhunderts, sind aber Veränderungen eingetreten, die wohl kaum