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Nicht der Götter Ebenbild
Die Sexualpragmatik des Aristoteles
Aus der griechischen Antike faszinieren Sexualästhetik und Sexualmythologie. Die Legenden um Zeus, Aphrodite, Sappho, Amphitryon, Alkmene, Eros, Herm-aphroditos, Dionysos, Priapos, Paris, Ly-sistrata und auch Begriffe wie Knabenliebe, Hetären, Amazonen vermitteln einen Einblick in das Sexualverständnis dieser Kulturepoche. Doch nicht allein in Poesie und Mythologie, in Riten und bildender Kunst, dokumentierte sich der Sexus. Auch die antike Wissenschaft, die auf den griechischen Inseln und in Athen ihre Zentren hatte, nahm sich seiner Problematik an. Spielt der Sex im Opus des Homer eine zentrale Rolle, so hat es sein Pendant - vorwissenschaftlich artikuliert - im Werk des Aristoteles. Hier finden sich erste Ansätze einer wissenschaftlich fundierten Sexualpragmatik. Aristoteles, der bedeutendste Philosoph der Antike, wurde 384 v. Chr. in Stagira als Sohn eines Arztes geboren. In Athen