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VORWORT ZUR ZWEITEN AUFLAGEDie Erstausgaben deutscher Dichtung sind seit ihrem Erscheinen im Jahr 1967 zum unentbehrhchen Orientierungsmittel und Arbeitsinstrument fur Buchhändler und Bibliothekare, Antiquare und Büchersammler, Germanisten und Buchwissenschaftler sowie ganz allgemein für Literaturinteressierte geworden. Die rege Benutzung des Standardwerks Ueß eine weitere Auflage geboten erscheinen. Sie brachte zugleich eine Fülle von Verbes-serungs- und Ergänzungsmöglichkeiten zutage, wie sie dem Verlag von engagierten Benutzern immer wieder mitgeteilt und nahegelegt wurden. Herausgeber und Verlag haben sich daher entschlossen, die Erstausgaben deutscher Dichtung in einer vollständig überarbeiteten Neuauflage vorzulegen. Um die einem einzelnen nicht zugänglichen vielfältigen Spezialkenntnisse und individuellen Möglichkeiten der Autopsierung systematisch für eine qualitative Verbesserung der einzelnen Werkverzeichnisse zu nutzen, wurden nahezu sämtliche Bibliographien an Fachleute und Spezialisten für die einzelnen Dichter zur Überprüfung und Bearbeitung vergeben.Bei der Neuauflage wurde in erster Linie auf die erhöhte Zuverlässigkeit, Vollständigkeit und Aktualität der Einzelbibhographien Wert gelegt. Erfaßt ist das literarische Schaffen von rund 1200 Autoren mit ca. 50000 Einzeleinträgen. Zugunsten der Handlichkeit der wiederum einbändigen Ausgabe mußten Prioritäten gesetzt werden. Wie schon in der ersten Auflage wurde der möglichst vollständigen Erfassung des Gesamtwerks bedeutender Autoren der Vorrang vor der Aufnahme unbekannterer dritt-oder viertrangiger Autoren gegeben. Daher konnte eine Anzahl von Autoren, die in der ersten Auflage vertreten waren, nicht wieder aufgenommen werden. Bei den lebenden Autoren spielte wie auch schon in der ersten Auflage neben der Uterarischen Bedeutung auch der Aspekt der Überschaubarkeit ihres Ouvres eine Rolle, so daß Autoren mit einem umfangreicheren Ouvre bevorzugt wurden.So sehr sich die Verlagsredaktion, im freundlichen Einvernehmen mit Herrn Professor Gero von Wilpert (Sydney) - Herr Dr. Adolf Gühring kann diese Neuauflage leider nicht mehr erleben und wissenschaftlich beraten von Herrn Oberbibliotheksrat Harro Kieser (Bad Homburg v. d. H.), um eine einheitliche Bearbeitung sämtlicher Bibliographien bemüht hat, so ist der Benutzer doch auf einige Ausnahmen und Lücken hinzuweisen. Die 70 Autoren des Barock wurden bis auf wenige Ausnahmen unverändert aus der ersten Auflage übernommen. Die besonderen Schwierigkeiten der Überprüfung und Erfassung der Literatur des 17. Jahrhunderts ließen dies als die beste Lösung erscheinen, zumal der aktuelle Forschungsstand umfassend und übersichtlich erschlossen ist (Gerhart Dünnhaupt, Bibliographisches Handbuch der Barockliteratur, Stuttgart: Hier-semann ^1991). Die Einzelbibliographien sind in aller Regel mit denf-!, - J 'VORWORT DES HERAUSGEBERS ZUR ERSTEN AUFLAGEDer vorliegende Band stellt sich die Aufgabe, das literarische Werk von rund 1360 bedeutenden Dichtern und schöngeistigen Schriftstellern deutscher Sprache von der Barockzeit bis i960, soweit es in selbständigen Buchpublikationen erschienen ist, bibliographisch in den rund 47 000 Erstausgaben mit der größtmöglichen Vollständigkeit und Genauigkeit zu erfassen. Er dient der schnellen Orientierung über Umfang, Artung und Chronologie eines dichterischen Werkes ebenso wie der Identifizierung eines vorliegenden Exemplars als Erstausgabe, vor allem in den Fällen, wo größere Handbücher und Spezialbibliographien nicht zur Hand sind, und ist bestrebt, den Bedürfnissen sowohl von buchhändlerischer und bibliophiler als auch von literaturwissenschaftlicher Seite zu entsprechen. Für die Auswahl der Namen wurde die Wertung der Literaturgeschichte insofern zugrunde gelegt, als von den heute längst vergessenen und unwichtigen Autoren dritten und vierten Ranges zugunsten der Vollständigkeit bedeutenderer Autoren abgesehen werden durfte. Andererseits aber konnte auf manchen in seinem Werk leicht überschaubaren augenblicklich aktuellen Autor verzichtet werden zugunsten älterer Autoren, deren Schaffen nicht in gleicher Übersichtlichkeit überschaubar ist und hier erstmals erfaßt wurde. Nur mit Einschränkungen berücksichtigt wurden ferner auch solche Autoren, deren wesentliches Schaffen nicht auf schöngeistigem, sondern auf essayistischem oder herausgeberischem bzw. übersetzerischem Gebiet liegt, und solche jungen Autoren, deren Hauptwerk schwerpunktmäßig in die Zeit nach dem Berichtszeitraum, also nach i960, fällt, weil fiir sie die Erstausgaben z. Zt. vielfach die einzigen Ausgaben sind.Herausgeber und Mitarbeiter bekennen dankbar ihre Benutzung aller einschlägigen bibliographischen Standardwerke und Spezialbibliographien zu einzelnen Autoren, deren sorgfältige Vorarbeiten erst diese Kurzfassung ermöglichten, haben jedoch nicht die Mühe gescheut, in allen notwendigen und erreichbaren Fällen die Autopsie der Originalausgaben anzustreben. Daß in einer Reihe von Fällen die bezeugten Erstausgaben in keiner der öffentlichen deutschen Bibliotheken aufzufinden waren, war dabei eine durchaus überraschende Erfahrung, die manche leider durch größte Mühe nicht zu schließende Lücke bei der Kollation erklärt. Daß auch angesichts der Verschiedenartigkeit der benutzten Quellen hinsichtlich Zuverlässigkeit und Zitierweise letzte Sicherheit und Einheitlichkeit der Titelaufnahme nur angestrebt, nicht aber gewährleistet werden konnte, wird jeder Kenner der bibliographischen Situation verstehen. Wenn sich daher bei der praktischen Benutzung dieses Versuches Irrtümer oder Lücken herausstellen sollten, so bitten wir, dies zum Anlaß für Verbesserungsvorschläge zu nehmen.