Liebe Leser!
Seit der Osternacht und der Auferstehung Jesu Christi fliefit ein Strom der Freude durch die Welt. Seitdem verstummt in ihr nie mehr das Evangélium, die Freudenbotschaft. Durch Ostern ist das Leben für den glaubigen Christen ein Fest mit dem Auferstandenen. So sollte es sein. So könnte es sein, auch wenn noch vieles in Kirche und Welt im argen liegt.
Jeder Sonntag ist ein Fest, ein österlicher Feiertag. Das Alleluja ist der alles bestimmende Grundton des katholischen Kirchenjahres. Darum feiert die Kirche unentwegt ihre...
Liebe Leser!
Seit der Osternacht und der Auferstehung Jesu Christi fliefit ein Strom der Freude durch die Welt. Seitdem verstummt in ihr nie mehr das Evangélium, die Freudenbotschaft. Durch Ostern ist das Leben für den glaubigen Christen ein Fest mit dem Auferstandenen. So sollte es sein. So könnte es sein, auch wenn noch vieles in Kirche und Welt im argen liegt.
Jeder Sonntag ist ein Fest, ein österlicher Feiertag. Das Alleluja ist der alles bestimmende Grundton des katholischen Kirchenjahres. Darum feiert die Kirche unentwegt ihre vielen Feste, und jeden Abend singt sie das Magnifikat.
Der gekreuzigte und auferstandene Herr kommt selbst zu uns, um unter uns und in uns ein Fest zu gestalten. Das Leben ist ernst. Er kommt zu uns in der Feier der Eucharistie. Er lebt unter uns in Seiner Kirche. Wir begegnen Ihm in unseren Brüdern und Schwestern, wenn wir ihnen helfen, mit uns zu feiern.
Das Buch der Weisheit warnt uns zwar, »zu meinen, unser Dasein sei ein Spiel« (15, 12). Und doch singt unsere Jugend: » Brüder, schliefit den Kreis, das Leben ist ein Spiel. Und wer es recht zu spielen weifi, gelangt ans grofie Ziel.« Die Heilige Schrift schildert im Ausblick auf das messianische Heil, wie die Kinder der Heiligen Stadt »auf ihren Piátzen spielen« (Sacharja 8, 5). Und grofie Kirchenvater erklárten, dafi hier »von den Kindern der Kirche« die Rede sei; denn sie verstanden die ganze Heilsgeschichte mit ihrem Mittel-punkt, dem Kreuz, als das »Spiel der göttlichen Liebe mit den Menschenkindern«. Das letzte Konzil verkündete, und das neue Römische Mefibuch wiederholt es: Eine Feier, und zwar die »Feier der heiligen Messe, ist für die Welt- und die Ortskirche wie auch für jeden einzelnen Glaubigen Mitte des ganzen christlichen Lebens«. Wir wünschen Euch, den Lesern dieses Hausbuches, dafi Ihr über allén Belastungen und Sorgen des taglichen Lebens nicht seine »Mitte« vernachlássigt, aus der wir jene Kráfte gewinnen, die unser Dasein mit festlicher Freude erfüllen.
Die Mitglieder der Berliner Ordinarienkonferenz
Alfréd Cardinal Bengsch Johannes Braun
Erzbischof, Bischof von Berlin Bischof und Apostolischer Administrator
in Magdeburg
Gerhard Schaffran Bischof von Meifien
Johannes Kleineidam Weihbischof in Berlin
Bemhard Huhn
Bischof und Apostolischer Administrator von Görlitz
Georg Weinhold Weihbischof in Meifien
Hugó Aufderbeck
Bischof und Apostolischer Administrator in Erfurt und Meiningen
Joachim Meisner Weihbischof in Erfurt
Heinrich Theissing
Bischof und Apostolischer Administrator
in Schwerin
Theodor Huhrich Weihbischof in Magdeburg
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