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Dic Dámmerung nahte schon, und Marié erhob sich von der Bank, auf der sie eine halbe Stunde lang gesessen hatte, anfangs in ihrem Buche lesend, dann aber den Blick auf den Eingang der Allee gerichtet, durch die Félix zu kommen pflegte. Sonst lieB er nicht lange auf sich warten. Es war etwas kühler geworden, dabei aber hatte die Luft noch die Milde des entschwindenden Maitages. Es waren nicht mehr viel Leute im Augarten, und der Zug der Spazierganger ging dem Tore zu, das bald geschlossen werden muBte. Marié war schon dem Ausgange nahe, als sie Félix erblickte. Trotzdem er sich verspátet hatte, ging er langsam, und erst, wie seine Augen den ihren begegneten, beeilte er sich ein wenig. Sie blieb stehen, erwartete ihn, und wie er ihr láchelnd die Hand drückte, die sie ihm lassig entgegengestreckt hatte, fragte sie ihn mit sanftem Unmut im Ton: „Hast du denn bis jetzt arbeiten müssen ?" Er reichte ihr den Arm und erwiderte nichts. „Nun ?" fragte sie. „Ja, Kind," sagte er dann, „und ich habe ganz vergessen, auf die Uhr zu sehen." Sie betrachtete ihn von der Seite. Er schien ihr blásser als sonst. „Glaubst du nicht," sagte sie zártlich, „es wáre besser, du würdest dich jetzt ein biBchen mehr deiner Marié widmen? LaB doch auf einige Zeit deine Arbeiten. Wir wollen jetzt mehr spazieren gehen. Ja? Du wirst von nun ab immer schon mit mir vom Hause fórt." „00 . . „Ja, Félix, ich werde dich überhaupt nicht mehr alléin lassen." Er sah sie rasch, wie erschreckt an, „Was hast du denn?" fragte sie. „Nichts!"