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Ganz unverhofft begegnete ich, an einem kalten winterlichen Oktobernachmittag, Ecke der TauentzienstraBe, Rodion Makarowitsch. Er war schon im Pelz. Ich erachtete es als groBe Unvorsichtigkeit, daB er einen Pelz trug, wie man sie nur in RuBland sieht, nicht bei uns, ein auf dem kotigen Asphalt schleppendes hellbraunes Feli, dessen Ránder zudem veraltete Kotkrusten aufwiesen. Rodion glaubte sich durch groBe, schwarzumránderte Brillengláser sowie durch einen über die Oberlippe hángenden Schnurrbart unkenntlich gemacht zu habén. Mit russischer Überschwenglichkeit umarmte er mich vor allén Leuten. Wáre ein Detektív in der Menge der um diese Tageszeit besonders zahlreichen Passanten gewesen, wir wáren sicher aufmerksam beobachtet, vermutlich verfolgt worden. Gleich packte mich Rodja unter dem Arm und wollte, jetzt, auf der Stelle, mit der Besichtigung der Sehenswürdigkeiten Berlins beginnen - mitMenschen selbstredend, denn Museen interessierten ihn keineswegs, ebensowenig Theater, Brücken, Döme, Denkmáler und dergleichen. Wir hatten Glück, denn es kamen uns zwei Menschen entgegen, mit deren Vorstellung ich - von weitem, versteht sich - Rodjas Beutezug durch den