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NUMMER 41SKOMMISSAR XEs Stirbt sich sclinell in NempliisAls Price wie jeden Tag ins Büro ging, wußte er nicht, daß er dringend einen Sarg brauchteAls Humphrey Price, Präsident von PRICE-ENTERPRISES, an diesem stürmischen Oktoberabend den Fahrstuhl im obersten Riverside Drive in Memphis betrat, war er schon so gut wie tot. Er wußte es nur noch nicht Sie kamen zu zweit. Sie kommen meist zu zweit, obwohl einer genügen würde. Denn es ist relativ einfach, einen Menschen in einen Toten zu verwandeln. Aber es ist relativ schwer, nicht erwischt zu werden. Und deshalb kommen sie zu zweit, damit sie es an allen vier Zipfeln packen können.Wer ihnen auf der Straße begegnete, konnte sie für Handelsvertreter halten, die Staubsauger verkaufen oder Massagegeräte. Vielleicht waren sie nicht so sorgfältig gekleidet, wie man das vonHandelsvertretern gewohnt ist. Aber sie paßten nach Memphis, denn im Süden gerät man leicht in den Verdacht, ein Yankee aus dem Norden zu sein, wenn man zu gut angezogen ist.Der kleine Dicke trug einen braungelben, karogemusterten Anzug, dessen Jacke ihm um mindestens eine Nummer zu klein war, und auf dem runden Kugelkopf eine ehemals schwarze, jetzt schmutzig-grau schimmernde Melone. Der andere, der ihn um zwei Köpfe überragte, war etliche Jahre jünger, steckte in einem leicht ausgebeulten oder gut sitzenden graublauen Anzug, war schlank und durchtrainiert.Seit neun Uhr abends hockten sie in einem altersschwachen Dodge, der am Riverside Drive auf dem Parkplatz der Memphis Cotton Exchange, der Baumbörse stand, und behielten die riesige Front des zwanzigstöckigen Price Buildings im Auge.Um einundzwanzig Uhr dreißig waren noch ein halbes Dutzend Bürofenster erleuchtet. Kurz vor - zweiundzwanzig Uhr hatte sich der Parkplatz vor dem Price Building bis auf einen großen schwarzen Cadillac geleert, und außer der Pförtnerloge waren nur noch die beiden riesigen Fenster im Arbeitszimmer des , Präsidenten Humphrey Price im zwanzigsten Stock erleuchtet.Im Kreml brennt noch Licht", sagte der kleine Dicke mit heiserer Piepsstimme und tippte seine behandschuhten Wurstfinger gegen die Windschutzscheibe.Der Lange nickte und warf die halbgerauchte Zigarette durch das geöffnete Seitenfenster des Beifahrersitzes. Er schaute dem Stummel nach, den der Herbstwind zusammen mit einer Handvoll Laub über den Asphalt des Parkplatzes trieb.Ein verdammtes Mistwetter ist das", sagte er. Seine Stimme klang männlich tief, aber einschmeichelnd sanft. Möch-test du bei einem solchen-Wetter ins Graß beißen?"Der Dicke zuckte die Achseln.Der Tod hat tausendfach Gesicht", zitierte er lückenhaft. Tata nicht Kälte läßt er fühlen dich tata nicht Hunger mehr, nicht "Tatata", unterbrach ihn der Lange. Warum, zum Teufel, lernst du Gedichte, wenn du dir nur immer die Hälfte merken kannst? Laß dir einen Bart wachsen, zieh dir Sandalen an und geh nach Greenwich Village unter die Gammler."Der Dicke winkte ab.Ich bin ein Square", antwortete er. Und außerdem muß ich zum Zahnarzt. Was meinst du, gibt es in diesem verdammten Nest einen anständigen Zahnarzt?"Der Lange ging nicht darauf ein. Er warf einen Blick auf die Leuchtziffern seiner Armbanduhr imd einen zweiten hinauf zu den erleuchteten Fenstern.Es wird Zeit, Dicker", sagte er und drückte die Tür zum Beifahrersitz auf.Es war die verdammte Sülze, sag ich dir", knurrte der Dicke, als er sich hinter dem Lenkrad hervorzwängte. Ich habe schon immer etwas gegen Sülze gehabt. Weil du nie weißt, was sie da hineinmachen, in ihre verdammte Sülze."Mit geübter Bewegung stießen sie die Türen des Dodge lautlos hinter sich zu.Ich gebe zu, daß mit dem Backenzahn nicht mehr viel los war", piepste der Dicke, als sie nebeneinander hinüber zum Price Building gingen. Aber wenn ich nicht- auf den verdammten Knochen in der verdammten Sülze gebissen hätte, dann wäre es noch eine Weile gegangen. Ich frage dich, wo ist das üblich, Knochen in die Sülze zu geben?"'Der Langer drückte sich den Hut tiefer . in die Stirn' und stemmte sich mit