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Vorwort
Im Oktober 1987 traf sich zmn ersten Mal im Rahmen einer Tagung der Deutschen Gesellschaft für Völkerkunde auch eine Arbeitsgmppe zum Thema "Ethnologische Forschting in Städten". Es waren vorwiegend jüngere Ethnologirmen und Ethnologen aus dem deutschsprachigen Raum, die hier über ihre Feldforschungserfahmngen im Kontext "Stadt" diskutierten. Bei diesem ersten Treffen reichte die Zeit kaum zu einer angemessenen Vorstellung der einzelnen Forschungsprojekte: wir wurden uns aber einig, daß das Gespräch über gemeinsame Probleme und Fragen, die sich bei aller Hetero-genität der Meinungen und Ansätze doch herauskristallisiert hatten, bald weitergeführt werden sollte.
Mit Unterstützung der Deutschen Forschungsgemeinschaft konnte im Febraar 1989 ein zweites Treffen in Köln stattfinden. Die meisten Teilneh-meriimen und Teilnehmer waren bereits bei dem ersten Erfahrungsaustausch dabei gewesen: offene Fragen und Gesprächsanregungen, die sich dort ergeben hatten, dienten als Grundlagen für die weitere Diskussion.
Bei diesem Treffen entstand die Idee für den vorliegenden Sammelband. Er enthält - teilweise weitgehend überarbeitete - Fassungen von Vorträgen zu imserem Rundgespräch. In zusätzlichen Beiträgen, die für den Sammelband geschrieben wurden, werden Probleme und Anwendungsmöglichkeiten der ethnologischen Stadtforschung vorgestellt, die in der Diskussion zur Sprache gekommen waren: Aspekte der vorderorientalischen Stadt (Hackstein), Beispiele für eine "angewandte Urbanethnologie" (Naase), und das Problem des "Weltsystem-Ansatzes" (Schweizer).
Auch dieses Rundgespräch hat zunächst mehr Fragen aufgeworfen, als wir beantworten konnten. Von einer "ethnologischen Theorie der Stadt" oder gar von einer Einigung über ein "Programm für die ethnologische Stadtforschung" als Beitrag zur allgemeinen Theorie der Ethnologie sind wir noch weit entfernt. Die Meinungen, Interessen und Ansätze in den Beiträgen sind dementsprechend heterogen. Mit unserem Sammelband wollen
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