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Vorwort
Europa wächst, und es wächst zusammen. Sechzig Jahre nach Ende des Zweiten Weltkriegs ist eine Partnerschaft von Staaten entstanden, mit der die höchsten Erwartungen früherer Generationen übertroffen wurden. Als die Staats- und Regierungschefs der 25 Mitgliedstaaten der Europäischen Union am 29. Oktober 2004 in Rom ihre Namen unter den Vertrag über eine Verfassung für Europa setzten, sprach Bundeskanzler Gerhard Schröder von einem historischen Tag: „Die Verfassung für Europa unterzeichnen zu dürfen, ist ein Traum, den viele geträumt haben, jetzt ist er Wirklichkeit." Der Festakt fand im Saal der Horatier und Curatier auf dem Kapitol statt. An diesem historischen Ort hatten 1957 schon die sechs ersten Mitgliedstaaten - Belgien, Deutschland, Frankreich, Italien, Luxemburg und die Niederlande - den Vertrag zur Gründung der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft (EWG) unterzeichnet.
Die unvergessenen Gründerväter der europäischen Einigung, Konrad Adenauer, Alcide de Gasperi und Robert Schuman, schufen nach dem Zweiten Weltkrieg die Grundlagen für die Überwindung tiefer Gräben. Schon im Westen des Kontinents schien das Trennende in den Augen vieler Skeptiker unüberbrückbar. Wenige sahen eine realistische Möglichkeit, Europa auch nach Osten zu vereinen. Wie groß die Leistung war, die zum heutigen Europa führte.
ist sechs Jahrzehnte später kaum noch zu ermessen. Am 5. März 1946 hatte Winston Churchill den Begriff des „eisernen Vorhangs" zum geflügelten Wort
V. I. n. L
Konrad Adenauer, Alcide de Gasperi und Robert Schuman