Bővebb ismertető
Europa Einigungsidee wird WirklichkeitEuropa ist keine Neuschöpfung, es ist eine Wiederentdek-kung". Dieses Wort von Professor Walter Hallstein, dem ersten Präsidenten der Kommission der Europäischen Gemeinschaft, ist eine treffende Bezeichnung der geschichtlichen Entwicklung. Europa war im Mittelalter über Jahrhunderte hinweg durch die umspannende Klammer des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation (Reichsidee) und die Universalität der Katholischen Kirche (christliches Europa) weitgehend eine geistige, kulturelle und staatspolitische Einheit. Im Zeitalter des Imperialismus wurde diese weitgehende Einheit Europas vom Erstarken der Nationalstaaten abgelöst. Bereits in der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts wurde der Europa-Gedanke vom französischen Herzog von Sully mit seinen Plänen für einen Europäischen Bund" aufgegriffen. Europa als Idee formulierte dann im 18. Jahrhundert vor allem der Philosoph Immanuel Kant in seiner Schrift Vom ewigen Frieden". Für den schottischen Nationalökonomen Adam Smith wie später in Deutschland für Friedrich List war Europa die Chance des ökonomischen Fortschritts im Sinne einer internationalen Arbeitsteilung.Nach dem Ersten Weltkrieg wurde der Europagedanke vom französischen Außenminister Aristide Briand 1929 in einer Rede vor dem Völkerbund in Genf, mit der Forderung nach einer Föderativen Union für Europa", wiederbelebt. Graf Coudenhove-Kalergi gab nachhaltige Anstöße für ein kollektives Sicherheitssystem und für einen gesamteuropäischen Zusammenschluß. Der deutsche Außenminister Gustav Stresemann förderte diese Gedanken und forderte vor allem eine verstärkte wirtschaftliche Zusammenarbeit.Eine realistische Chance für die Einigung Europas entstand jedoch erst nach dem Zweiten Weltkrieg. Der englische Premierminister Winston Churchill setzte sich 1946 in seiner berühmten