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Vorwort: Europa vor der ersten Osterweitenmg
Vorwort: Europa vor der ersten Osterweiterung
Klaus Fiesmger
Europa wäclist zusammen. Mit der ersten Osterweiterung der Europäischen Union verbinden sich auf Seiten der bisherigen Mitglieder und auf Seiten der Beitrittsländer verschiedene, bisweilen auch konträre Hoffnungen und Ängste, Erwartungen oder konkrete Pläne und Strategien. Neue Dialogformen werden entstehen, neue Perspektiven und Mc^liclikeiten intensivierter multilateraler Kooperation und Vernetzung werden sich öffnen, gleiclisam als europäische Antwort auf den internationalen Prozess der Globalisierung.
Die zehn mittel- und osteuropäischen Transformationsstaaten, die am 1. Mai 2004 der Europäisclien Union beitreten, werden die Gesamtfläche der EU um ein Drittel vergrößern, die EU - Bevölkerung um fast 30 Prozent und die Wirtscliaftskapazität um circa 9 Prozent erliöhen. Entscheidendes Motiv und gleiclizeitig Messlatte des Erfolgs der europäischen Integration wird die Sicherheit und Stabilität Europas sein. Ökonomische, soziale oder sicherlieitspolitische Aspekte lünsichtlich Wettbewerb und eriiöhter Migration, Umverteilung des Hauslialts und Veränderung des Gleichgewichts imierlialb der EU sowie Aspekte bezüglich uistitutioneller Reformen und eines gemeinsamen neuen Verfas-sungsralimens werden unvermindert von Belang sein.
Realität und Perspektive des europäischen Einigungsprozesses zwischen bisherigen EU-Mitgliedsländern und den Beitragskandidaten werden sich an drei entscheidenden Kriterien messen lassen müssen.
Erstens, institutionelle Adaptation im Bereich Gesetzgebung und Justiz; zweitens, soziale und ökonomische Integration; drittens, geistige Identifikation. Gerade das dritte, letztgenamite Kriterium, ist von niclit zu unterscliätzender, besonderer Bedeutung: Geht es docli darum, Eu-
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