Bővebb ismertető
ZUR GESCHICHTE
DER DEUTSCHEN MUSEEN
Alle Kunstfreunde, die die Bundesrepublik wegen
ihrer landschaftlichen Schönheiten und ihres Reich-
tums an historischen Baudenkmälern bereisen, will
dieser Führer auf den Schatz an Meisterwerken alter
europäischer Malerei hinweisen, den unsere Museen
und Galerien bergen. Die strenge Auswahl, die hier
aus diesen Schätzen getroffen wurde, vermag zwar
nur einen begrenzten Überblick über die Menge des
Vorhandenen zu geben, doch glaubt der Heraus-
geber gerade dadurch die hohe Qualität des deut-
schen Kunstbesitzes um so nachdrücklicher sinnfällig
gemacht zu haben.
Dreizehn Galerien teilen sich in den großen Besitz
alter Meister. Es befinden sich Museen darunter, die
schon im 17. und 18. Jahrhundert angelegt wurden.
Ihre Stifter haben mit sicherem Blick die führenden
Künstler ihrer Zeit erkannt. Neben den hier genann-
ten Museen verfügen noch zahlreiche andere über
hervorragende Kunstwerke, welche die Aufmerk-
samkeit der Kunstfreunde verdienen. Es handelt sich
meist um Sammlungen, die nicht nur Gemälde, son-
dern historische Raumfolgen, Plastik und Kunst-
gewerbe enthalten. Die folgenden Museen möchten
wir dem Besuch empfehlen: Fürstlich Fürstenberg-
sche Institute für Kunst und Wissenschaft in Donau-
eschingen, Augustinermuseum in Freiburg im Breis-
gau, die Landesmuseen in Münster und Oldenburg,
die Städtischen Museen in Düsseldorf, Mainz, Würz-
burg, die Sammlungen auf der Veste Coburg, die
Filialgalerien der Bayerischen Staatsgemäldesamm-
lungen in Aschaffenburg, Ansbach, Bamberg, Bay-
reuth, Burghausen, Ingolstadt, Kulmbach, Landshut,
Neuburg an der Donau, Rothenburg und Schleiß-
heim, das städtische Maximilian-Museum in Augs-
burg mit der staatlichen Filialgalerie, das Städtische
Museum in Regensburg, die bayerischen Schlösser
und die Münchner Residenz. Das Bayerische Natio-
nalmuseum in München besitzt neben der bedeutend-
sten Sammlung deutscher Plastik und Kunstgewer-
bes auch hervorragende Gemälde.
Diesem Führer sollen noch zwei weitere in der gleichen
Ausstattung folgen. Es wird einmal der Besitz an euro-
päischer Malerei des 19. Jahrhunderts mit dem klassi-
schen französischen Impressionismus als Schwer-
punkt, dann die Malerei des 20. Jahrhunderts in deut-
schem Museumsbesitz, beginnend mit Cézanne, Gau-
guin, van Gogh über Picasso, Kandinsky, Klee etc.
vorgestellt werden. Die Anzahl der aufgeführten Mu-
seen wird entsprechend erweitert sein.
Das Sammeln von Kunstwerken begann, als der Sinn
für historische Werte erwachte und die Antike als
Leitbild einer großen Vergangenheit aufleuchtete.
In Italien haben am Ende des Mittelalters die Medi-
ceer und andere fürstliche Häuser neben antiker
Plastik auch Gemälde in ihren Palästen und Villen
zusammengetragen; im 17. und 18. Jahrhundert ge-
hörte der Besitz von Bildern ganz selbstverständlich
zur fürstlichen Repräsentation, Gemälde waren un-
entbehrlich zur Ausstattung der Gemächer und Säle.
Sie wurden aber nicht nur als Wand- und Decken-
malereien im Verband mit der Architektur dekorativ
verwendet. In steigendem Maße wurden die Schöp-
fungen berühmter Meister auch als autonome Werke
bewundert. Das nicht für einen bestimmten Zweck
vom Künstler im Atelier geschaffene Gemälde, das
seit dem Ende des Mittelalters immer mehr den Cha-
rakter einer subjektiven Aussage annimmt, mußte
aber erst entwickelt sein, ehe es zum Objekt des Sam-