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Die Mitteilungen, die Professor Dr. Gilles Quispel im November 1953 über eine der bei Nag' Hammadi in Oberägypten gefundenen Handschriften des sogenannten »Codex Jung« machte, lenkten die Aufmerksamkeit weiter Kreise au|^eipe der wichtigstenEntdeck^^ allerfrühesten
dhristeiitums. Bei der Niederschrift sahkhn^ merkwürdigen Schwierigl^iten gegenüber^ Man wird dies eheY verstehenTwemTman sich - so wie ich das im ersten Kapitel versucht habe - näher mit der Geschichte dieser Entdeckungen beschäftigt und bedenkt, daß die bisher nur sehr bruchstückhaft bekanntgewordenen Texte von Nag' Hammadi Zeugnisse sehr weit verzweigter, schwer faßbarer geistiger Strömungen sind. Die wissenschaftliche Untersuchung der Funde steht noch ganz im Beginn, und so ist die Frage durchaus berechtigt, ob es überhaupt möglich und gerechtfertigt ist, schon jetzt eine zusammenfassende Übersicht zu geben.
In der Tat ist dies auch nicht die Absicht der vorliegenden Schrift. Was sie bieten wdll, ist nur eii^ Einführung in die fremdartigeWelt, die uns die FünHF^von Nag' Hammadi er-scKlossen haben. Sie will die Welt darstellen, aus der diese »Ev^ngelien«~Tmd Offenbarungen« geboren wurden; und schließlich die Aussichten andeuten, die uns durch diese Schriften eröffnet worden sind.
Jetzt, da dieses Werk erscheint, ist es mir ein Bedürfnis, meinem Kollegen Prof. Quispel meinen Dank auszusprechen. Mehr als irgend j emand sonst in den Niederlanden ist er mit der Arbeit verbunden, von der auf den folgenden Seiten berichtet wird. Die enge Zusammenarbeit mit ihm, hier und an anderer Stelle, ist mir ein Vergnügen gewesen. Seine freundschaftlichen Anregungen sind dieser Schrift mannigfach zugute gekommen. Ich hoffe, daß in ihr etwas von der Begeisterung durchklingt, die er für ihren Gegenstand hegt. Dabei bin ich mir bewußt, daß unsere Auffassungen nicht in allen Hinsichten übereinstimmen. Diese Meinungsverschiedenheiten aber können unsere Freundschaft nur stärken und vertiefen.
W. C. van Unnik