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EINFÜHRUNG Die evangelischen Kirchen in aller Welt stehen in einer Umbesinnung von weittragender Bedeutung, die gekennzeichnet ist einmal durch die Wiederentdeckung der Bibel, zum andern durch den lebendigen Willen zur Einheit der Kirche Jesu Christi und schliefilich durch ein neues Bewufitsein der Verantwortung der Laien in der Kirche. Was Martin Luther in der Vorrede zur Deutschen Messe im Jahre 1526 ersehnte, das scheint uns nunmehr nach über vierhundert Jahren geschenkt zu werden: die lebendige Gemeindekirche". In dieser Gemeindekirche tritt neben den Dienst des Pfarrers durch Verkündigung und Sakramentsverwaltung bewufít und betont das Wort- und Tatzeugnis der Gemeindeglieder in Kirche und Welt. In welch zunehmendem Mafie dabei die Laien in den letzten Jahrzehnten zu einem neuen Selbstverstándnis gekommen sind, wird deutlich an den oft ganz unabhángig voneinander und doch fast gleichzeitig aufbrechenden Laienbewegungen unserer Zeit. Die Entstehung der Laientage, des Deutschen Evangelischen Kirchentages, die Errichtung der Evangelischen Akademien und die Schaffung des ökumenischen Institutes des Weltkirchenrates sind nur einige Kennzeichen dieser Entwicklung. Von nicht geringerer Bedeutung ist die wachsende Verantwortung und Lebendigkeit der Laien in den einzelnen Ortsgemeinden. Mit ihren Ámtern und Diensten stellen sich die Laien in den Dienenden Gemeinden und Helferkreisen um das Amt der Verkündigung. Zu dem Dienste an Kirche und Welt bedarf der Laie der besonderen Zurüstung. Dazu gehört auch, dafi er über gewisse Kenntnisse verfügt, die von den Theologen nur allzuoft