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Anmerkung
Eine existentielle Darstellung der faszinierendsten Cau-dillo-Persönlichkeit aus dem Argentinien dieses Jahrhunderts. Ein biographisches Chorwerk. Ein Gemeinschaftsroman. Eine Gruppenbiographie mit einer zentralen Figur (im Damenhut, lächelnd), die sich vor dem Hintergrund des Chors, des Volks abhebt. Dabei beschränkt sich der Autor vor allem darauf, die Fäden der verschiedenen Fassungen und dramatischen Wendungen zu ordnen, aus denen sich der Mythos entwickelt hat.
Aber wir haben es hier natürlich auch mit einer Reise ins Herz Argentiniens und in jenes Buenos Aires in seiner Glanzzeit zu tun, in der das ganze Leben nichts als ein ausgelassenes Fest im Tangoschummerlicht ist, das Evita versuchen wird, im Sturm zu erobern. In Wirklichkeit findet sie sich dann jedoch auf einer anderen Bühne wieder, in den Klauen jenes Leviathans, der der allmächtige Staat ist, und sie wird zur politisch mächtigsten Frau in einer Welt, die ganz im Zeichen des Machos steht.
Alle Gegebenheiten sind historisch. Alle Worte, oder fast alle, entstammen anerkannten Zeugnissen oder Texten. Am Ende des Buchs wird der Leser eine Liste der unerläßlichen Danksagungen finden.
Roland Barthes sagte, daß der Roman im wesentlichen Tod bedeutet, weil er das Leben in Schicksal verwandelt. Seit dem langen Tod der Eva Peron, so grausam und so unverhältnismäßig für ihr kurzes Leben, hat der Romanschriftsteller versucht, ihr Schicksal nachzuvollziehen, das eine leuchtende, herausfordernde Tragödie war.
A.P.