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Die Grille und die AmeiseDie Grille fiedelte und sang den ganzen Sommer lang. Schlecht bekam dem Leichtfuß dies, als der kalte Nordwind blies. Keine Fliege gab es mehr, nicht ein Würmchen zum Verzehr. Hungernd kam sie zur Ameise, bettelnd um ein wenig Speise, quälte sie mit Wehgeschrei, daß sie etwas Korn ihr leih, nur so viel, wie nötig wäre, bis der Sommer wiederkehre. Und sie schwor: Bei meiner Treu! Eh' der nächste Herbst vorbei, zahl' ich alles Stück um Stück dir sogar mit Zins zurück!" Nun, nicht gern borgt die Ameise, fragte drum: Auf welche Weise brachtest du den Sommer hin?" -Schimpf nicht!" sprach die Borgerin. Hab' mit Singen mich ergötzt." -So, du sangst? Dann tanze jetzt!"Der Rabe und der FuchsHoch auf dem Baum Meister Rabe hockt,einen prächtigen Käse im Schnabel.Kommt Meister Fuchs, von dem Duft angelockt- der war in der Tat respektabel,Guten Tag, Meister Rabe, wie nett. Euch zu sehn",begrüßt er ihn sdimeichelnd, wie seid Ihr doch schön!Fürwahr, und wie Euer Gefiederso reizend sind Eure Lieder!Der Phönix der Vögel im Walde seid Ihr!"Der Rabe, vor Eitelkeit außer sich schier.