Bővebb ismertető
ICH wohnte damals in einer Gasse, die gewifi niemand kennen wird, in der Rue de Lestiguiéres; sie fángt an der Strafie Saint-Antoine gegenüber einem Brunnen in der Náhe des Bastilleplatzes an und mündet in die Rue de la Cerisaie. Dank meiner Liebe zur Wissenschaft wohnte ich in einer Mansarde, in der ich bei Nacht arbeitete, wahrend ich die Tage in einer nahegelegenen Bibliothek verbrachte. Ich lebte sehr einfach und hatte die Bedingungen des Mönchslebens, das dem geistigen Arbeiter notwendig ist, auf mich genommen. Kaum daB ich bei gutem Wetter auf dem Boulevard Bourdon spazierenging. Eine einzige Leidenschaft wollte mich meinem Forscherleben entziehen; aber gehörte sie nicht auch zum Studium? Ich beobachtete die Sitten des Faubourg, seine Bewohner und ihre Charaktere. Da ich ebenso schlecht gekleidet war wie die Arbeiter und aufs ÁuBere keinen Wert legte, hatten sie keine Scheu vor mir; ich konnte mich zu ihren Gruppén stellen und zusehen, wie sie ihre kleinen Geschafte abschlossen und sich, wenn sie von der Arbeit kamen, miteinander stritten. Bei mir war die Beobachtung schon intuitiv geworden; sie drang in die Seele, ohne den Körper zu vernachlássigen; oder sie erfaBte vielmehr die Einzelheiten des Áufiern so wohl, daB sie sofort darüber hinausging; sie lieh mir die Gabe, das Leben des Menschen, für den ich mich interessierte, mitzuleben; ich konnte mich an seine Stelle setzen, wie der Derwisch in Tausendundeine Nacht Körper und Seele der Personen annahm, über die er gewisse Worte sprach. Wenn ich zwischen elf Uhr und Mitternacht einen