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Reiche, máchtige Frauen wie Angéla Channing finden nur selten so zeitig aus dem Bett. Doch als die Morgensonne im Osten zu gleifíen begann und orangefarbene Strahlen über die ausgedehnten Weingárten von Falcon Crest warf, safi Angéla hellwach im Bett, trank starken schwarzen Kaffee und schaute durch das Fenster auf das gröfíte Weinimperium im kalifornischen Tuscany Valley. Das alles gehört mir, dachte Angié. Oder es sollte mir gehören. Und es wird nicht mehr lange dauern, bis ich alléin auf Falcon Crest regiere. Im Vollgefühl ihrer Macht hatte sie zufrieden geláchelt, doch jetzt verdüsterte sich ihr Gesicht, als ihr wieder einmal einfiel, dafi sie nur die Hálfte von Falcon Crest, ihres rechtmáfiigen Erbes, besafi. Sie wufite nur zu gut, was ihr Vater vor seinem Tod geplant hatte. Nach dem Wunsch des altén Jasper Gioberti hatte seine geliebte Tochter Angéla das Weingut erben sollen. Und genauso sicher, wie sie in ihren hochhackigen, mit Federn besetzten Pantoffeln und ihrem üppig bestickten Kimono dastand - genauso sicher wufíte sie, was ihr Vater angestrebt hatte - ihr jeden Quadratzentimeter der riesigen Weingárten zu vermachen, deren Markenzeichen das Falkenwappen war. Mir, sagte sie sich, nicht meinem schwáchlichen Brúder Jason. Und schon gar nicht seinem viel zu gutmütigen Sohn Chase, dem nach Jasons Tod die Hálfte von Falcon Crest gehörte. Angéla runzelte die Stirn, dann gláttete sie die Faltén mit den Fingerspitzen. Sie war zwar schon Grofimutter, aber immer noch eine attraktive Frau, das bezweifelte sie nicht. Und in dem Kampf, der ihr bevorstand, würde sie vor