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Vorwort
Ich halte eigentlich nicht viel von Vorworten, denn wenn sie nicht selbst zu literarischen Stücken geraten (ich denke an die Vorworte von Borges), so können sie sich als eine gefährliche Form der Leserbeeinflussung erweisen. Daher werde ich in diesen Zeilen nichts weiter tun, als demjenigen, der dieses Buch in Händen hält, ein paar Eindrücke zu vermitteln, die ich mit ihm teilen möchte. Erstens bekenne ich, daß dies hier in gewisser Weise ein unbeabsichtigtes Buch ist: Es entstand durch Zufall, in einer Nacht vor ein paar Jahren, in einem Münchener Café, in dem ich mich gemeinsam mit meinem Freund Wolfgang Eitel von einem anstrengenden Spaziergang ausruhte. Ich glaube, die Idee war von ihm, doch wir gingen ihr nicht länger nach. Das Seltsame ist, daß wir ein paar Tage später dennoch wieder begannen, über die Sache zu sprechen und nachzudenken, Namen auszutauschen und uns unvergeßliche Erzählungen ins Gedächtnis zu rufen.
Auf diese Weise entstand das Buch ganz von selbst, und es entstand wie alle amüsanten Dinge: langsam. Mehr als vier Jahre lang wechselten wir Dutzende von Briefen voller Photokopien von Erzählungen, wir diskutierten, kritisierten und erinnerten uns. Bis wir schließlich im Juli 1989 in einem kleinen Haus, das ich in Paso de la Patria, im Norden Argentiniens am Paranä-Fluß besitze, eine ganze Woche lang lesend und beratend beisammensaßen und bei gutem Wein und noch besserem Fisch Material auswählten.
Während wir zusammen arbeiteten, tauchten immer neue Erzählungen auf, die wir beide aufgespürt hatten.
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