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Vorspiel im Hímmel
Die Dame von der Werbeagentur strich sich energisch mit den Handfláchen über ihre Hüften, um das letzte biíkhen ima-gináren Schweifies an den SchöEen ihres rosafarbenen Kostüms abzuwischen. Sie holté noch einmal tief Luft. Vor allém Ent-schiedenheit jetzt, hatte ihr Chef stets erklárt, damit sie sehen, dafí du weifit, was du tust. Was du ihnen mitbringst, ist die ein-zig richtige Lösung. Und vor allém die, die sie am Ende kaufen werden. Ein wenig VerheilKung, damit es ihnen auch Spafi macht, diese unabánderliche Tatsache zu akzeptieren. Und Be-flissenheit, denn falls sie dich und deinen Entwurf trotzdem totál verreifien, mufí irgend etwas sie davon überzeugen, dafí du in der Lage wárst, alles auch ganz anders aufzuziehen.
Sie seufzte und fuhr sich ein letztes Mai durch die rőten Haare. Es war ihr Job, die unterwürfige Domina zu geben. Sie ging knapp in die Knie, griff nach ihrem Laptop und dem Schul-tergurt der grófién Ledertasche; dann öffnete sie die Tür. Sie blickte einmal in die Rundé und nickte, zufrieden mit dem, was sie sah: jungfráuliche Auslegeware, sachliche Stahlrohrstühle mit blauen Polstern, kunststoffbeschichtete Tischsegmente in Kreisanordnung. Darauf standén nett arrangierte Tablettinseln voll kleiner Flaschen und Gláser, die leise klirrten, als sie ihre Geráte auf die Fláche hob. Mit einigen routinierten Griffen arrangierte sie das Getránkeangebot so um, dafi auf dem ihr am náhesten stehenden Tablett zwei Colafláschchen waren. Das war die Dosis an Drogé, die sie benötigte. Wie ertappt hielt sie inne und schaute auf, als aus der Raumecke am Fenster ein Ráuspern drang. Der Mann, der dort unbemerkt von ihr ge-standen hatte, kam ihr nun mit langen Schritten entgegen.