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FÄLSCHER, HÄNDLER UND EXPERTEND er Maler Maurice Vlaminck berichtet, daß einmal, als er sich gerade in Vollards Kunsthandlung in Paris befand, ein Biedermann mit einem Bild unter dem Arm hereinkam und Vollards Meinung darüber hören wollte.Vollard betrachtete das Bild mit Interesse. Es ist schön, sagte er. Es gefällt mir sehr, es ist sehr schön - Aber glauben Sie, Herr Vollard, daß es ein Original ist? Was für ein Original? Wie können Sie verlangen, daß ich bestätige, dieses Gemälde sei von dem oder jenem, es sei keine neuzeitliche Kopie? Es muß vor mehr als dreihundert Jahren gemalt sein Ich verstehe absolut nichts davon Warten Sie, fügte Vollard mit einem undefinierbaren Lächeln hinzu, gehen Sie doch zu meinem Kollegen gegenüber. Über dessen Türe steht >Kunstsachver-ständiger<.Diese Szene ist charakteristisch für die heutige Kunstsituation. Da ist der Kunstfreund und Kunstsammler mit seiner Angst vor dem Fälscher. Da ist der Händler mit einem gesunden Gefühl für echte und falsche Kunst, der den Kunstsammler an den Kunstsachverständigen weist. Wir hören von dem Experten, um dessen Urteil man bittet, um sich vor Fälschungen zu schützen.Kunstfälscher haben im Laufe der letzten Jahrzehnte immer wieder die Kunstwelt beunruhigt. Kein Händler und kein Experte wird heute ein Kunstwerk prüfen, ohne die Möglichkeit einer Fälschung in Betracht zu ziehen. Auf verschiedene Weise entstehen Fälschungen: Es gibt Fälscher wider Willen - Künstler, die ohne ihr persönliches Zutun, nur weil ihre Werke einem anderen zugeschrieben werden, zu Fälschern9