Bővebb ismertető
Die hier vorgelegte Arbeit enthalt das Ergebnis des ersten Schrittes auf einem für die soziologische Jugendforschung projektierten langeren und mehrfach verzweigten Weg. Die Arbeit hat ihr thematisches Schwergewicht in der Analyse der Familienbeziehungen mannlicher Jugendlicher, doch betrachtet sie auch das Verhaltnis der untersuchten Personen zur Religion, zur Politik und zu Vereinen, hauptsachlich im Hinblick auf das faktische Verhalten der Teilnahme und Praxis. Das Studium der Beziehungen zum Freund, zur Freundesgruppe und zum Madchen soll neben dem persönlichen Beziehungsfeld der Familie ein anderes sichtbar werden lassen, das bei 15- und 17jahrigen wirksam ist, und die Brücke zum zweiten thematischen Brennpunkt - der Freizeit - schlagen. In diesem Rahmen wurden der Tagesablauf, das Wochenende und einige wichtige faktische und erwünschte Freizeitbetatigungen und -vergnügungen untersucht. Aus dem Netz der Angaben suchten wir ein Bild verschiedener Typen von Soziaibeziehungen mannlicher Jugendlicher zu gewinnen und diese Beziehungen im Zusammenhang mit den vielen verschiedenen Aktivitaten der Jugendlichen in der Freizeit darzustellen. Unsere Arbeit greift zwar haufig zu Vergleichen mit Ergebnissen aus anderen Studien der Jugendforschung - in der Theorienbildung erachten wir dies sogar als ein wichtiges Erfordernis -, doch beruht sie auf einer nach den Auswahlmerkmalen beschrankten Stichprobe; nur mannliche Jugendliche, nur 15- bis 17jahrige und nur Lehrlinge aus zwei verschiedenen, wenn auch sehr groBen Berufsgruppen, bilden die Untersuchungspersonen. Ferner ist unsere Studie sozialraumlich begrenzt durch die Wohnorte der untersuchten Lehrlinge, die Bundeshauptstadt Wien und Gemeinden verschiedener GröBenklassen in Niederösterreich, dem gröBten österreichischen Bundesland. Diese Beschrankungen hatten methodische und praktische Gründe. Einmal sollten die für die Untersuchung definierten Merkmale möglichst kontrollierbar bleiben und es sollten sich hinter ihnen nicht andere verbergen, die irrtümlich durch die ersteren bestimmt und gemessen erscheinen. Zum anderen waren die finanziellen Mittel, das ausgebildete wissenschaftliche Personal und die organisatorische Reichweite der erst vor einigen Jahren begründeten und noch im Aufbau begriffenen Sozialwissenschaftlichen Forschungsstelle an der Universitát Wien limitiert. Künftige Veröffentlichungen über Untersuchungen, die im Rahmen der Forschungsstelle bereits im Gangé sind, sollen Ausweitungen nach mehreren Richtungen bringen. So wollen wir vor allém erweiterte Kenntnisse über das Freizeitverhalten, besonders über dessen kulturelle Inhalte: Buch, Zeitschrift, Theater, Musik usw., erarbeiten und zur Darstellung bringen. Ferner sollen auch das ökonomische Verhalten und der Konsum und im Zusammenhang damit die Lebensziele" Jugendlicher studiert werden. Mit der Erweiterung der Thematik soll auch der Kreis der untersuchten Personen auf junge Menschen aus anderen Schichten der Bevölkerung - so z. B. auf Mittelschüler - ausgedehnt werden. Sehr wünschenswert und als Ziel der