Bővebb ismertető
Im Alter von 36 Jahren bin ich vom Kathohzismus zum Protestantismus konvertiert. Vorher war ich fast 13 Jahre in einem Benediktinerkloster. Ist ein solcher Schritt möglich und sinnvoll? Kann man sich, wenn man so spät auszieht, noch eine neue Heimat erwerben? Wohlgemerkt: Es geht nicht um die Frage, ob man in einem vorgerückten Lebensalter noch neue Einsichten haben und neue Wahrheiten lernen kann. Diese Fähigkeit, so hoffe ich, kann man sich bis ins hohe Alter bewahren. Aber darum ging es bei dieser Konversion nicht. Sie bedeutete für mich nicht mehr, als in eine andere Organisationsform überzuwechseln, und vor allem: einen anderen Arbeitsplatz zu wählen. Während meines Theologiestudiums hatte ich mich mehr von Karl Barth als von Thomas von Aquin ernährt, und in einem evangelischen Gottesdienst zum Abendmahl zu gehen hatte mir noch nie Schwierigkeiten gemacht. Heute gehe ich ebenso gerne (und mit dem gleichen Zwiespalt) in eine katholische Messe wie in einen protestantischen Gottesdienst. Das Gefühl für die Wichtigkeit des theologischen Unterschiedes zwischen den Konfessionen habe ich schon lange verloren. Es gibt wichtigere Sachen im Leben, als die Unfehlbarkeit des Papstes zu bekämpfen. Und es gibt eine andere Art, sie zu überwinden, als den ausdrücklichen Kampf gegen sie: sie nämlich einfach nicht ernst zu nehmen. Da bin ich mir mit vielen katholischen Freunden und Kollegen einig. Was mich einfach ärgert, ist, daß ich mich während der Zeit als katholischer Theologe so lange mit unwichtigen Fragen abgegeben habe und für zu geringe Ziele gekämpft habe. Es ärgert mich, und ich finde meine katholischen Freunde beleidigt, wenn sie heute noch verteidigen müssen, daß auch Mädchen, und nicht nur Jungen Meßdiener sein können. Macht hat viele Möghch-keiten, Menschen zu demütigen, auch die, sie in zu kleine Fragen zu verwickeln.
Also war die Konversion ein leichter Schritt für mich? Ja, sie war es, sie hat mich nichts gekostet. Ich habe sie mit einigem Humor überstanden, und ich habe mich gewundert, wenn jemand sie ernst nahm. Aber man ist noch kein Amerikaner, indem man nach Amerika fährt; und man ist