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Andreas Hüneke Lyonéi Feininger
Die Jahre 1905 bis 1912 waren entscheidende Jahre des Umbruchs in der Entwicklung der bildenden Kunst in Deutschland. 1905 gründeten Ernst Ludwig Kirchner, Erich Heckel und Karl Schmidt-Rottluff in Dresden die Künstlergruppe «Die Brücke»; 1912 erschien in München der Almanach Der Blaue Reiter, herausgegeben von Wassily Kandinsky und Franz Marc. Diese beiden berühmt gewordenen Ereignisse sind nur besonders deutliche Zeichen für die anregende Atmosphäre innerhalb der Avantgarde jener Jahre, in denen viele Künstler zu ihrem persönlichen Stil fanden - mancher junge, wie die «Brücke»-Maler, im ersten Anlauf, mancher ältere, wie Kandinsky, Emil Nolde oder Christian Rohlfs, nach langer Suche mit mehr oder weniger befriedigenden Ergebnissen. Zu dieser letzten Gruppe gehört auch Lyonel Feininger, der 1907 sein erstes Bild malte und 1912 - im Alter von 41 Jahren - die Bildform ausprägte, die unsere Vorstellung heute mit seinem Namen verbindet. Feininger war zu jener Zeit bereits ein angesehener Karikaturist. Seine Zeichnungen wurden in deutschen, französischen und amerikanischen Zeitungen und Zeitschriften veröffentlicht. Nur wenige davon sind politische Karikaturen. Feiningers Stärke war ein skurriler Fiumor, mit dem er Menschen in altmodischer Kleidung mit kurioser Technik konfrontierte. Seit seiner Jugend in Amerika begeisterte er sich gleichermaßen für den technischen Fortschritt wie für dessen Vorläufer. Seine Vorliebe für Schiffe, Lokomotiven und Fahrräder bestimmt
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