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VORWORT ZUR DRITTEN AUFLAGEEin bedeutendes Ergebnis des VIII. Deutschen Bauernkongresses und der II. Konferenz der Genossenschaftsgärtner im Jahre 1964 war die generelle Orientierung der Landwirtschaftsbetriebe auf die Herausbildung von Hauptproduktionszweigen und auf den allmählichen Übergang zur industriemäßigen Produktion. Eine Voraussetzung hierfür ist die Bildung von Spezialbetrieben, die einmal durch vorrangige Entwicklung eines Produktionszweiges bzw. durch Kombination einiger Zweige und zum anderen durch das Zusammenfassen solcher Anbauflächen, die bisher in verschiedenen Betrieben der Nebenproduktion dienten, zu erreichen ist. Die Organisation der Spezialbetriebe muß den Anforderungen einer fortschrittlichen rationellen Gemüseproduktion (Konzentration der Anbauflächen, Ausnutzung der natürlichen Produktionsfaktoren, Mechanisierung, vor allem der Erntearbeiten, Vermarktung) gerecht werden. Unbedingte Voraussetzung ist somit Berücksichtigung und konsequente Anwendung moderner Technologien. Erst auf dieser Grundlage kann die vollmechanisierte Produktion ökonomisch wirksam werden. In diesem Sinne ist der ehemalige Grundriß des Feldgemüsebaues" neu bearbeitet worden. Die Verbesserungen entsprechen vor allem in arbeitswirtschaftlicher und betriebsorganisatorischer Hinsicht den Fortschritten und Erkenntnissen, die aut dem Gebiet des Feldgemüsebaues in den letzten Jahren erzielt wurden. Soweit schon möglich, wurde dabei die für die Perspektive notwendige Entwicklung berücksichtigt. Das Bestreben, die Entwicklungstendenz mit ihren zahlreichen Einzelfragen darzustellen, mußte in Übereinstimmung gebracht werden mit der Forderung an ein Lehrbuch, dem Umfang der im Lehrfach Feldgemüsebau zu haltenden Vorlesungen in etwa zu entsprechen. Die lückenlose Behandlung aller Fragen des Feldgemüsebaues ist Aufgabe eines entsprechenden Handbuches. Ein Lehrbuch soll das gesicherte Wissen auf dem Fachgebiet sowie die Grundsätze und die Probleme der Produktion aufzeigen und die Studierenden zum selbständigen Denken anregen. Je früher sich die zukünftigen Diplomlandwirte mit den Problemen der Gemüseproduktion auf großen Flächen befassen, um so eher ist von ihnen schöpferische Mitarbeit bei der Lösung der in der Praxis auf sie zukommenden Einzelaufgaben zu erwarten.Die Gliederung des Lehrbuches konnte beibehalten werden, da sich die neuesten Erkenntnisse zwanglos in die einzelnen Abschnitte einordnen ließen. Auf Wunsch des Verlages ist jedoch der Titel geändert worden. Das Buch ist in seiner 3. Auflage mehr als ein Grundriß und soll seinen Platz in einer Reihe von "Lehrbüchern gleicher Gestaltung finden.Allen Fachkollegen, die mir durch ihren Rat halfen, die vorliegende Auflage zu gestalten, gebührt mein herzlicher Dank. Mir ist es ein besonderes Bedürfnis, an dieser Stelle Herrn Dr. agr. habil. H. Fröhlich zu nennen. Dem VEB Deutscher Landwirtschaftsverlag danke ich für seine Bemühungen bei der Vorbereitung dieser Auflage.Rostock, im Frühjahr 1965R. Bielka