Bővebb ismertető
Mán könnte EINWENDEN: Bei der ratlosenUn-sicherheit des deutschen Geschmackes in künstlerischen Dingen wäre es nötiger, von größeren weil eindringlicheren Beispielen ein Wort zu sagen und immer wieder zu sagen, um durch die etwaige Sicherung einiger stabiler Elemente der Künste dem Kunstbetrachter und Laien zu etwas Beruhigung in seinem Genießen und Meinen zu verhelfen, daß dieses nicht fortwährend nervös von dem wortreichen Streit um die Tagesparole erzittere, sich vielmehr sinnvoU in das Ganze einer kulturellen Lebensführung schließe; und es hätte die lebhafte Verteidigung einer guten aber exponierten Sache oft nur diesen schlimmen Erfolg, daß mancher sich ihrer als falscher Freund annimmt und damit den andern das Wort dazu schwer macht. Darauf möchte man etwa antworten: Bei der heutigen Art unserer Kunstschrift-stellerei, die mit wenigen Ausnahmen aus ästhetischer Ratlosigkeit psychologisch, historisch, dichterisch, ja sogar patriotisch wird, da dürfte es vielleicht eher gelingen, aus einer komplizierten Erscheinung das einfache zu lösen und dafür zu gewinnen, als daß man es vermöchte, einfaches am einfachen aufzuweisen und dafür einzunehmen. Holt sich doch die Barbarei des deutschen Kunstgeschmackes dieser zerklüfteten Zeit ihre Begeisterung gerade aus den vielfältigen und vieldeutigen Werken des Verfalles, aus Werken einer nicht organi-