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Fritz Molden - Fepolinski & Waschlapski auf dem berstenden Stern [antikvár]

Fepolinski & Waschlapski auf dem berstenden Stern [antikvár]

Fritz Molden

 
1. Kapitel Der Elefant Jakob »Fepolinski und Waschlapski - wo ist die Hand! Heute mittag ermahne ich dich schon zum drittenmal. Ich sehe schwarz für den Elefanten Jakob.« Papas Stimme war leicht erhoben, denn er begann sich langsam über mich zu ärgern. Eine der Grundregeln des täglichen Mittagessens, daß die Hände auf den Tisch gehörten, war von mir - und wir hatten die Suppe noch nicht einmal zu Ende gegessen - bereits mehrmals verletzt worden. Ich begann die angedrohte Strafe zu fürchten, denn heute war der Tag, an dem der...
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1. Kapitel Der Elefant Jakob »Fepolinski und Waschlapski - wo ist die Hand! Heute mittag ermahne ich dich schon zum drittenmal. Ich sehe schwarz für den Elefanten Jakob.« Papas Stimme war leicht erhoben, denn er begann sich langsam über mich zu ärgern. Eine der Grundregeln des täglichen Mittagessens, daß die Hände auf den Tisch gehörten, war von mir - und wir hatten die Suppe noch nicht einmal zu Ende gegessen - bereits mehrmals verletzt worden. Ich begann die angedrohte Strafe zu fürchten, denn heute war der Tag, an dem der Brief des Elefanten Jakob angekommen war. Ich hatte ihn bereits aus Papas Rocktasche herauslugen gesehen: Etwa fünfzehn bis zwanzig maschingeschriebene Seiten, die regelmäßig am Anfang jedes Monats eintrafen. Der Brief kam aus Indien, denn der Elefant Jakob wohnte in Indien; der Brief hatte einen langen Weg hinter sich, mit dem Schiff durch den Suezkanal, wahrscheinlich über Triest nach Wien zum Döblinger Postamt in die Dollinergasse und schließlich zu uns in die Osterleitengasse 7. Die Briefe vom Elefanten Jakob waren ein ganz wesentliches Ereignis im Leben, und die Gefahr, daß Papa einen dieser Briefe etwa nicht vorlesen könnte, schien mir wie eine dunkle Wolke über der frühlinghaften Osterleitengasse zu schweben. Mama zupfte mich: »Fepolinski, was ist denn heute mit dir los. Jetzt sind die Hände schon wieder unterm Tisch!« »Ja, leider scheint der Waschlapski wieder einmal die Oberhand zu gewinnen«, sagte Papa mit ernstem Gesicht. »Ich bin nur gespannt, wer schließlich siegen wird. Wenn es Waschlapski ist, dann, mein Lieber, wirst du im Sommer halt in Wien bleiben, es sind nur noch sechs Wochen bis dahin. Wir fahren dann alle nach Lans, und du bleibst da. Den Waschlapski und den Fepolinski müssen wir der Erna oder der Mitzi geben, die können dann auf euch aufpassen.« Papa schien keineswegs zu scherzen. Es pflegte in diesen Tagen allerdings auch viel zu passieren. Die Geschichte mit dem Rehgionslehrer etwa, die in meiner Erinnerung eine ganze Serie von Unglücksfällen einleitete. Der Religionslehrer war ein Karmeliterpater aus dem Klo- 11 Ii • . ^ i ' •• fh llVri-ii'lft''^ , I ¦ I ! 'l. r I. r! ¦ t". I i- ¦ ! ' ' ' i i ! !,ri - yi'V'rV'' ¦ ! i Vi I 1 I,

Termékadatok

Cím: Fepolinski & Waschlapski auf dem berstenden Stern [antikvár]
Szerző: Fritz Molden
Kiadó: Deutscher Taschenbuch Verlag
Kötés: Ragasztott papírkötés
ISBN: 3784421474
Méret: 110 mm x 180 mm
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