Bővebb ismertető
Vorwort
Der Film ist auf Grund seiner Massenbasis und seiner internationalen Wirksamkeit ein außergewöhnlicher kulturpolitischer Faktor. Vergleichbar mit der Erfindung des Buchdrucks, die den Menschen völlig neue Bildungsmöglichkeiten erschloß, wurde mit dem Film ein Kommunikationsmittel geschaffen, das Unterhaltung und Bildung durch neue Aspekte und Ausdrucksformen verbreitet und die Phantasie des Menschen in besonderer Weise anregt. Wie die anderen Massenmedien - Presse, Rundfunk und Fernsehen - kann der Film entsprechend den jeweiligen Gegebenheiten für oder gegen die Interessen der Gesellschaft eingesetzt werden. Nur dort, wo die Staatsmacht in den Händen der Arbeiterklasse liegt, kann sich der Film in seiner ganzen Breite und Vielfalt zu echter Kunst entwickeln, kann er helfen, das Bewußtsein der Menschen zu formen, um damit dem umfassenden Aufbau des Sozialismus zu dienen.
Der Zuschauer sieht aber in den Kinotheatern nicht nur Filme aus sozialistischen, sondern auch aus kapitalistischen Ländern. Diese Filme richtig zu werten, den Blick für realistische Kunstwerke zu öffnen und zu entwickeln, ist eine der Aufgaben, die sich die Herausgeber gestellt haben. In den rund siebzig Jahren der Entwicklung ist ein Informationsmittel entstanden, das in Bild und Ton Besonderheiten aufweist. Sie zu erkennen und ihren Erlebnisgehalt aufzunehmen erfordern einen vorgebildeten Zuschauer.
Der Film ist mehr als andere Kunstgattungen auf das Verständnis eines großen Publikums angewiesen, da er viele Künste in qualitativ neuer Synthese in sich vereinigt, seine Bildsprache immer spezifischer wird und da er weiterhin durch den materiellen und geistigen Aufwand auf eine entsprechende Publikumsresonanz angewiesen ist und der Zuschauer einen Film in der Regel nur einmal sieht. Außerdem ist nicht zu übersehen, daß der Film durch das Fernsehen einen neuen Vermittler zum Zuschauer gefunden hat. Der Mensch sieht heute soviel Filme wie in keiner Zeit zuvor. Das Bedürfnis nach dem Filmerlebnis im Kino hat sich ästhetisch modifiziert; man kann sagen, es ist filmspezifischer geworden. Dabei dem Zuschauer durch Einblick in ästhetische und technische Probleme zu helfen, gehört mit zur Hauptaufgabe der Kleinen Enzyklopädie Film. Nach sieben Jahrzehnten hat der Film heute einen hohen Grad technischer Vollkommenheit erreicht. Zum Ton kamen die Farbe, das Großformat, der Mehrkanalstereoton. Die Zahl der seit Anbeginn gedrehten programmfüllenden Spiel-