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,j-1- julius-augusztus August THALHEIMEREIN ÜBERFLÜSSIGES BUCH0In der letzten Nummer unserer Zeitschrift bemerkt die Genossin Krupskaja, dass jetzt so manches über Lenin geschrieben' wird , was besser ungeschrieben bleiben sollte. Auch das soeben erschienene Buch von Georg Lukács''" scheint uns in die Kategorie dieser überflüssigen Bücher zu gehören. Was nämlich Lukács hier auf knappen 77 Seiten geben will, ist nichts weniger, als "eine Studie über den Zusammenhang" von Lenins Gedanken. Lebte nun der Verfasser in der Illusion, dass dies möglich sei, wüsste er nicht ganz genau, dass der Zusammenhang der Gedanken Lenins im Rahmen einer kleinen Studie nur durchaus unwürdig behandelt werden kann, könnte man an einer so naiven Verkennung der Massverhältnisse wortlos vorübergehen ur.d das armselige Büchlein, trotz seiner anspruchsvollen Aufmachung ("Wissenschaft und Gesellschaft", Bd. I) und ues voraussichtlichen Einspruchs begeisterter und kritikloser Freunde "totschweigen". Aber Lukács weiss ganz genau, wie eine "wirkliche Behandlung" dieser Probleme geschehen müsste (s. Vorwort), er weiss, dass ihre Totalität "zumindest die Geschichte der vergangenen 30 bis 40 Jahre" behandeln müsste, mithin wenn er einen Zusammenhang,der durch Lenins Gesamtwerk und ausschliesslich durch dieses gegeben ist, durch eine künstliche Konstruktion durchbricht, nicht nur dem Totalitätsgedanken, den gerade er wie einen Fetisch verehrt, Gewalt antut, sondern auch die Einheit von Theorie und Praxis, die er, wie jeder andere an diesem Werke bewundert, in mechanistischer Weise zerreisst.1/ Georg Lukács: Lenin (Der ß/lalik-Ver lag , Berlin.).