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--—.——-------- Als Kind hatte ich immer diese
Panik, meine Eltern würden sich scheiden lassen. Komisch, diese Angst. Weil, als es dann so weit war: total egal. Eigentlich, wenn ich es mir recht überlege, habe ich das sogar genossen. Plötzlich der einzige Mann im Haus zu sein. Und diese Art, wie mein Vater mich auf einmal behandelte, wenn ich ihn und Blondie, seine Neue, besuchte. So, als wäre ich ein guter Freund aus alten Zeiten. Dabei hatte sich rein gar nichts geändert. Ich war nach wie vor der Gleiche. Und wenn er zu Hause gewohnt hätte, dann hätte ihn alles immer noch tierisch genervt: die laute Musik aus meinem Zimmer, die ausgelatschten Turnschuhe und die Jungs, mit denen ich abhing. Aber so: »Willst du noch eine Tasse Kaffee, Tobias? Ein Stück Sahnetorte?« Naja, diese Tour eben. Gepflegte Gespräche, ein herzlicher Tonfall. Als hätten wir uns nicht gegenseitig im Hausflur angeschrien und als hätte ich seine Neue nicht eine blöde Schlampe genannt.
Daran habe ich später oft gedacht. Dass ich mir diese Angst eigentlich hätte sparen können. Weil, da gab es ja noch genug andere Ängste, die mich quälten. Zum Beispiel diese Scheißangst, durch die Rollerprüfung zu fallen und mich zum Idioten zu machen. Diese Panik, das Schuljahr zu ver-