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Der Name „Finne"
Der Name Finne tritt zum erstenmal in der Germania des römischen Geschichtsschreibers Cornelius Tacitus auf (98 n.Chr.). Die Fenni wohnten nach ihm irgendwo am nordöstlichen Rande der germanischen Welt, nicht weit entfernt von den Schweden. Die wortkarge Schilderung des Tacitus kann vor einer strengen historischen Kritik kaum standhalten; sie ist schablonenhaft und durch die Auffassung gefärbt, daß das großstädtische Leben und der technisdie Fortschritt die Menschen unglücklicher und in jeder Hinsicht schlechter machen. Die Finnen können indessen nicht so rückständig gewesen sein, wie es die Fenni nach den Gewährsleuten des Tacitus waren. Etliche baltische Lehnwörter im Finnischen und den nahe verwandten Sprachen zeugen davon, daß die Vorfahren der Finnen schon am Anfang unserer Zeitrechnung oder noch früher gewisse Kulturerrungenschaften von den Vorfahren der Letten, Litauer und Preußen übernommen haben; z. B. aisa, Deichselarm, kauha, Schöpflöiiel,~i^iV'ye5, Axt, kypärä, Helm, Hut, luuta, Besen, Dachsparren, mäntä, Kolben, niisi, Litze, orsi, Sparren, Dachfirst, ratas, Rad, reki, Schlitten, seinä, Wand, seiväs, Stange, silta, Brücke, tarha, Einfriedigung, taula, Zunder, toe, Damm, torvi, Horn (aus Birkenrinde), vaaja, Keil, Pfahl. Hierher gehört auch härkä, Ochs, das früher offenbar „Zugtier" bedeutet hat: im Litauischen und im Südlappischen bedeutet dieses "Wort „Pferd", im Nordlappischen „Renntier-