Bővebb ismertető
Umweltfaktoren Bei der Antwort auf die Frage nach den Umweltfaktoren, die der finnischen Kunst ihr spezielles Gepráge verliehen habén, wird zunáchst an die klimatischen und geographischen Gegebenheiten gedacht werden müssen. Vor nicht allzulanger Zeit war Finnland noch ein subarktisches Einödsland, in dem der Mensch den Naturgewalten untertan war. Er mu&te sich den langen Wintern und kurzen Sommern anpassen, was an seine Záhigkeit und Ausdauer hohe Anforderungen stellte. Die endlosen Wálder und Seenketten liefcen ihn eine Wirklichkeit erfahren, die nie klar überblickbar war. GröRere Aufgeschlossenheit für die verschiedenen Stimmungen der Natúr als für die Feinheiten der menschlichen Gemeinschaft, eine eher intuitíve als logische Einstellung zum Dasein sind Züge, die die finnischen Künstler zunáchst durch ihre Einbezogenheit in die gleiche Umweltgemein hatten. Von ihrer ganz individuellen Entfaltung hing es dann ab, ob sich diese Züge bei ihnen weiterentwickelten, oder ob sich die Lebenseinstellung mehr zum Urbanen hinwandte. Zwei Materialien sind den finnischen Bildhauern besonders vertraut, Holz und Stein, und zwar insbesondere der vom Wasser geschliffene Stein. Das Holz war Jahrhunderte hindurch das dominierende Material, es schenkte den Finnen Wohnung, Wárme, Werkzeuge und Waffen; Geráte, Boote, Skier, Schlitten, Záune und Kunstwerke. Ein klarer Beweis für die letzte Behauptung ist der holzgeschnitzte Elchkopf aus der Steinzeit, der in der Gegend von Rovaniemi gefunden wurde (Abb. Seite 9). Überhaupt scheint es im Zusammenhang mit der frühen finnischen Kultur eher angebracht von einer Holzzeit als von einer Steinzeit zu sprechen. Die Vorherrschaft des Holzes reichte von den áltesten Zeiten bis ins 19. Jahrhundert hinein, denn erst da ging man beim Bau von Háusern, Fahrzeugen, Umzáunungen und dergleichen zu anderen Stoffen über. Die Vertrautheit mit den unterschiedlichen Hártegraden des Holzes, seiner lebendigen Beschaffenheit, seiner von der Faserart bestimmten Oberfláche und mit seinem Duft verdankt der Finné einem jahrtausendealten Umgang mit diesem Material.