Bővebb ismertető
Frühjahrsstürme am Strand
Einführung
Die Bäderküste an der Ostsee zwischen Rostock und Stralsund mit der Halbinsel Fischland-Darß-Zingst ist ein Haupterholungsgebiet im Bezirk Rostock. Bis auf Graal-Müritz gehören die Ostseebäder zunn Kreis Ribnitz-Damgarten. Hier in der ursprünglichen Randzone von Pommern und Mecklenburg dominierte auf dem Festland jahrhundertelang der Großgrundbesitz, die Landwirtschaft war äußerst rückständig. In den Städten gab es nur unbedeutende Industriebetriebe zur Verarbeitung der Erzeugnisse aus Landwirtschaft und Fischerei. In den Küstendörfern bestimmten neben der mittel- und kleinbäuerlichen Bevölkerung im wesentlichen die Seefahrer die Sozialstruktur. Nach dem Niedergang der Segelschiffahrt vor etwa 100 Jahren begannen die Einwohner, Sommerquartiere an Wohlhabende zu vermieten. Allmählich
entwickelte sich so der Fremdenverkehr. Diese Badeorte weisen Im Gegensatz zu den während der kapitalistischen Konjunktur entstandenen Bädern, wie Heringsdorf, Binz, Kühlungsborn u. a., noch heute viele landschaftsgebundene Merkmale auf. Nach der Niederschlagung des Faschismus brachte der sozialistische Aufbau eine entscheidende Wende: Die Küsten- und Boddendörfer entwickelten sich rasch zu Erholungsorten der Werktätigen, besonders durch den Feriendienst des FDGB. 1957 wurde als erstes neuerbautes Helm das FDGB-Erholungsheim „Ernst Moritz Arndt" In Dierhagen eröffnet. Heute wellen allein In den Badeorten des Kreises Ribnitz-Damgarten alljährlich fast 400 000 Erholungsuchende und rund 1,5 Millionen Wochenend- und Tagesbesucher. Auch die Industrie und die Land- und Nahrungsgüterwirtschaft entwickelten sich schnell. Trotzdem konnte Im unmittelbaren Küstenland der urwüchsige Landschaftscharakter weltgehend erhalten werden.