Bővebb ismertető
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Dic kraftvolíc Gestalt dcr Jagdgöttfc Diana crscfecint, írón-tal dcm Bctrachtcr zugcwandt, in dcr Bildmitte. Dic Götűn hatsich nach crfolgrcicher Jagd auf eincm Erdhügel niedcr-gelassen. In lássigcm Triumph ruht ihr rechtcr Fu6 auf dcm Rücken cincs toten Hirsches. Ein Leopárd und cin Löwe, von dcr Göttin an lockcrcr Lcine gchalten, bctrachtcn dic erlegten Ticre - auch dies ein Ausdruck der Macht Dianas.
Das farbig im Bild dominierende Rot ihrcs Gewandcs un-terstrcicht wie dic Statik der Grundkomposition ihrc gött-liche Würde. Diese wird gemildert durch dic Bewegtheit dcr Jagdhunde und der übrigen Figurcn. Ein geflügeltcr weiblicher Genius krönt die Göttin mit cinem Myrtcn-kranz. Von iinks eilt eine Nymphe herbei, mit ihrcm Horn das Ende der Jagd verkündend. Die Nymphen rechts hin-ter Diana lassen sich von Faunén, dic in eincm Baum sitzcn, Früchte zuwerfen. Das Gesicht dcr aus dem Bild heraus-schauenden Nymphen trágt, wie G. Eckardt festgcstellt hat, die Züge der Susanna Fourment, der Schwester von Rubens' zweiter Frau Helene. Dem Gcmálde hat vermut-lich ein Entwurf des Mcistcrs zugrunde gclegen. Die Aus-Führung blieb jedoch weitgehcnd Schülcrn überlassen.
DieTierstaffage ist ein Werk von Paul de Vos (1596-1678), cinem jener Mitarbeiter von Rubens, denen als Spezialisten im Betrieb der Werkstatc gröfierer eigenschöpferischer Spielraum blieb, So entwickelte de Vos eine besondere Be-gabung in der Darstellung von Waffen und Metallgeráten. Ein Beispiel ist hierfür das Gemálde „Mars und Venus in der Werkstatt des Vulkán" im Neuen Palais, auf dem sich neben einer nach Entwurf von Rubens ausgeführten Figu-rengruppe ein grandioses Stilleben aus Rüstungsteilen ent-wickelt. Als Tiermaler stand de Vos hinter seinem Schwa-ger, dem ebenfalls in der Werkstatt von Rubens als Mitarbeiter tátigen Frans Snyders (1579-1657) zurück.
Als Gcmeinschaftsarbcit von Rubens und Snyders ist das Gcmálde erstmals 1707 in dcm unter dem Statthalter Fríedrich Heinrich von Oraníen (1584-1647) ausgestatteten SchloB Honselaersdijk erwáhnt, wo es ncben drei Jagdbil-dern anderer Maler im groÖen Spcisesaal über dem Kamin liing. 1742 gelangte cs mit anderen Gemálden aus dcr Ora-nischen Erbschaft ins Berliner Schlofi. Nachdem es zeit-weilig im LeincschloB Hannover gehangen hatte, kam es 1930 als Werk cincs Rubcns-Schülers vor 1620 in die Bilder-galcrie.