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Ontworf
Generalleutnant Alfred Vogel, Stellvertreter des Chefs der LSK/LV und Chef der Politischen Verwaltung beantwortet Fragen junger FR-Leser
Martin Händler (15): Hat man als Offiziersschüler oder nachher bei der Truppe überhaupt noch die Möglichkeit, sich volkskünstlerisch zu betätigen? Mich interessiert das, weil ich male.
Generalleutnant Vogel: Unlängst sah ich einen sowjetischen Film, in dem sowjetische Jagdflieger im Großen Vaterländischen Krieg dargestellt waren. Nach ihren Einsätzen gegen die deutschen Faschisten fanden sich diese sowjetischen Piloten und ihre Mechaniker zusammen, um zu musizieren und zu singen. Sie haben auch daraus Kraft und neuen Mut für ihre Kampfeinsätze geschöpft. Diese Jagdfliegerstaffel war ein festgeschweißtes Kollektiv. Das Gewehr und die Gitarre sind unverzichtbare Waffen für einen sozialistischen Soldaten, der seine ganze Kraft für die Verteidigung unseres sozialistischen Vaterlandes einsetzt. Du, lieber Martin, hast Dich der Malerei zugewandt. Auch das Bild, die Zeichnung oder Grafik haben ihren festen Platz in der Erziehung unserer Armeeangehörigen.
Wie Du Dir sicher denken kannst, verlangen die ständig zunehmenden Anforderungen an die sozialistischen Streitkräfte von unseren Armeeange- • hörigen gefestigtes sozialistisches Bewußtsein und eine hohe Moral, geprägt von den Zielen der Arbeiterklasse, zugleich jedoch auch hohe militärische Meisterschaft in der Beherrschung der ihnen anvertrauten Kampftechnik. Natürlich stellen diese Anforderungen auch hohe Ansprüche an die Persönlichkeit eines sozialistischen Soldaten, die sich durch mannigfaltige geistige und praktische Beziehungen zu unserer sozialistischen Wirklichkeit sowie durch eine harmonische Entwicklung ihrer Fähigkeiten, Begabungen und Bedürfnisse auszeichnen.
Ganz bestimmt wirst Du selbst die Erfahrung gemacht haben, daß Du
-durch das Malen den Menschen und ihren Problemen viel näher kommst, daß sich Dein Blick für unsere sozialistische Heimat und für alles Schöne und Wertvolle in unserem Leben vertieft.
Die Kulturarbeit in der NVA, und darin eingeschlossen das volkskünstlerische Schaffen, vermögen also sehr viel dazu beizutragen, das Verhältnis unserer jungen Menschen zu ihrem sozialistischen Staat und ihr Verständnis für den militärischen Schutz unserer Errungenschaften nachhaltiger und erlebbarer zu gestalten.
Deshalb findest Du in den Truppenteilen und Einheiten — auch an den Offiziershochschulen der NVA — neben vielen anderen Möglichkeiten kultureller und sportlicher Betätigung Literatur-und Filmzirkel. Singegruppen, Kabaretts. Modellbau- und Bastelzirkel und andere Arbeitsgemeinschaften. Darüber hinaus bestehen in jeder Teilstreitkraft Zentrale Arbeitsgemeinschaften, unter anderem auch für malende Soldaten, in denen die befähigsten Talente eine kontinuierliche künstlerische Anleitung erhalten.
Es ist ratsam, daß Du Dich mit dem Politstellvertreter Deiner zukünftigen Einheit oder mit dem Kulturoffizier des Truppenteils in Verbindung setzt. Diese Genossen, wie auch die anderen Vorgesetzten, werden Dir helfen, Anschluß an einen Mal- und Zeichenzirkel zu finden und Dir verständnisvoll mit Rat und Tat zur Seite stehen. Vielleicht werden wir dann von Dir auch einmal einige Deiner Arbeiten in den Klubs unserer Garnisonen wiederfinden. Dazu wünsche ich Dir die besten Erfolge!
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REVUE
Ausgezeichnet mit det Emst-SdioeUer-Medaille in Gold, mit dem EfareDdiplom der Federation Aéronautique Internationale (FAI) und mit der Verdienstmedaille der NVA in SiU»er
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