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25 Jahre zuverlässiger Schutz des sozialistischen Luftraumes
Von Generalleutnant W. Reinhold
Stellvertreter des Ivlinisters für Nationale Verteidigung und Chef der Luftstreitkräfte/Luftverteidigung
Am 14. Mai 1955 wurde in Warschau von den Repräsentanten der sozialistischen Staaten Europas ein »Vertrag über Freundschaft, Zusammenarbeit und gegenseitigen Beistand« unterzeichnet. Fünfundzwanzig Jahre besteht dieser Vertrag nun in wenigen Monaten. Historisch betrachtet ist das eme kurze Zeit. Doch war sie von entscheidender Bedeutung für die Erhaltung des Friedens und für den sozialen Fortschritt in der Welt. Der »Warschauer Vertrag« wurde mit logischer Konsequenz zu einer politischen und militärischen Notwendigkeit, nachdem alle Vorschläge der UdSSR und der sozialistischen Staaten zur Beseitigung des imperialistischen Militärblocks und zur Schaffung eines Systems der kollektiven Sicherheit in Europa durch die imperialistischen Großmächte abgelehnt worden waren. Militärische Provokationen, eine forcierte Aufrüstung, die Ratifizierung der Pariser Verträge und der Beitritt der Bundesrepublik Deutschland zur NATO kennzeichneten den aggressiven, eindeutig gegen die UdSSR und die sozialistischen Staaten gerichteten Kurs der führenden imperialistischen Politiker und Militärs.
Die sozialistischen Staaten, allen voran die UdSSR, haben in diesen Jahren mit ihrer politischen, ökonomischen und militärischen Kraft alle von den imperialistischen Kräften entfesselten Krisensituationen entschärfen können.
Wie konnte ein Bündnis solchen Einfluß auf das Weltgeschehen ausüben? Das war möglich, weil der Politische Beratende Ausschuß der Teilnehmerstaaten des Warschauer Vertrages die außenpolitische Friedensoffensive des Sozialismus koordinierte, die Einheit des Klassenbündnisses auf gleichberechtigter, internationalistischer Grundlage sicherte und damit die Macht und den Einfluß des realen Sozialismus vervielfachte. Zugleich entstand mit der Militärorganisation des Warschauer Vertrages und der brüderlichen Zusammenarbeit in den geschaffenen Vereinten Streitkräften jene »sozialistische Weltarmee des revolutionären Proletariats«, von deren Notwendigkeit Lenin sprach, »um Kriege zur Durchsetzung aggressiver Ziele des Imperialismus zu verhindern«.
Es gab in der Geschichte der Menschheit bisher noch kein militärpolitisches Bündnis mit solch humanen Zielen zum Schutze des Friedens, solch edlen Aufgaben zur Sicherung des Fortschritts, wie es der Warschauer Vertrag ist. Tief in das Bewußtsein der Völker ist eingedrungen, daß es dem sozialistischen Bruderbund und vor allem der Sowjetunion zu danken ist,