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30 Jahre Warschauer Vertrag -30 Jahre dem Frieden verpflichtetvon Horst Karos\Mit dem Warschauer Vertrag existiert zum ersten Mai in der Geschichte ein politisches und militárisches Bündnis, das sich grundsátzlich von allén Koalitio-nen in Vergangenheit und Gegenwart unterscheidet.Die 30jáhrige Geschichte des Warschauer Vertrages hat der Welt anschau-lich nachgewiesen, daR die edlen Aufgaben und Ziele der sozialistischen Ver-teidigungskoalition, der zuverlássige Schutz des Sozialismus und des Friedens, der Unabhángigkeit und der Sicherheit der Völker, unter áuBerst komplizier-ten politischen Situationen in die Tat umgesetzt worden sind - trotz aller An-feindungen, trotz aller Verleumdungen, trotz der ihr bestándig angedichteten Bedrohungslegende.Vor 30jahren, am 14. Mai 1955, wurde der Warschauer Vertrag über Freundschaft, Zusammenarbeit und gegenseitigen Beistand von den europá-ischen sozialistischen Staaten unterzeichnet. Es war die Antwort auf die ver-schárfte Kriegsgefahr in Európa, die durch den aggressiven Kurs des NATO-Blocks entstanden war, insbesondere im Zusammenhang mit der Remilitarisie-rung Westdeutschlands.Die Prinzipien der UNO-Charta und die Abkommen von Jalta und Potsdam miGachtend, hatten die imperialistischen Staaten, insbesondere die USA, eine Lage heranreifen lassen, die den Frieden in Európa und die Sicherheit der Völker aufs áuRerste gefáhrdete. Wie sah sie aus, diese Zeit? Es ist wichtig, sie sich in Erinnerung zu rufen, um zu verstehen, daR der Warschauer Vertrag als ver-eint organisierte militárische Macht sozialistischer Bruderarmeen unbedingt notwendig geworden war, um den Ausbruch eines Weltkrieges zu verhin-dern.Noch vor dem endgültigen Sieg der Antihitlerkoalition im zweiten Weltkrieg wurde die Charta der Vereinten Nationen ausgearbeitet. Auf ihrer Grundlage sollte eine universelle stabilé Friedensordnung errichtet werden. Den Haupt-máchten der Koalition, den stándigen Mitgliedern des Sicherheitsrates, wurde dafür die Hauptverantwortung übertragen. Die UNO-Charta sicherte den Völ-kern das Recht auf Selbstbestimmung zu. Als die Völker von diesem Recht Ge-brauch machten und in mehreren Staaten eine antifaschistisch-demokratische Ordnung schufen, verstárkten die imperialistischen Kreise den bereits in der Endphase des zweiten Weltkriegs begonnenen antikommunistischen Kurs, um den EinfluB der Sowjetunion einzudámmen und die Veránderung des Kráfte-verháltnisses in der Welt zugunsten der Kráfte des Friedens, des Sozialismus und der Demokratie zu verhindern. Sie eröffneten jene Periode der Nach-kriegsgeschichte, die die Bezeichnung kalter Krieg erhielt. Diese Periode war im Márz 1946 in Fulton (USA) von Churchill im Beisein von Truman durch das dort erklárte Manifest eines antisowjetischen Kreuzzuges eingeleitet