Der Ursprung von Florenz ist in der Etruskerzeit zu suchen, als das hochgelegene Fiesole das Arnotal beherrschte. Einige Siedlergruppen gründeten in der Flußniederung ein bescheidenes Dorf, das sich trotz feindlicher Angriffe und Invasionen dank seiner günstigen geographischen Lage an der Nord-Süd-Achse Italiens rasch entwickelte. Die Römer gründeten schon früh eine Kolonie mit dem glückverheißenden Namen Florentia (d.h. zur Blüte bestimmt). Bereits im 1. Jahrhundert v. Chr. nahm das neue Munizipium eine Vorrungstellung unter den...
Der Ursprung von Florenz ist in der Etruskerzeit zu suchen, als das hochgelegene Fiesole das Arnotal beherrschte. Einige Siedlergruppen gründeten in der Flußniederung ein bescheidenes Dorf, das sich trotz feindlicher Angriffe und Invasionen dank seiner günstigen geographischen Lage an der Nord-Süd-Achse Italiens rasch entwickelte. Die Römer gründeten schon früh eine Kolonie mit dem glückverheißenden Namen Florentia (d.h. zur Blüte bestimmt). Bereits im 1. Jahrhundert v. Chr. nahm das neue Munizipium eine Vorrungstellung unter den Städten der römischen Tus-cia ein. Nach den finsteren Jahrhunderten des Mittelalters folgte das Zeitalter der Karolinger, und schon während der Feudalherrschaft unter den toskani-schen Markgrafen, von denen Ugo und Mathilde hervorzuheben sind, erlangte Florenz mit Beginn des 11. Jahrhunderts wachsende Autonomie. Am Ende der Kämpfe gegen den simonischen
Die Piazza della Signoria während der von 1982 bis 1989 im Zuge der Neupflasterung des Platzes durchgeführten Ausgrabungen
Klerus und die Feudalherren der Grafschaft hatte sich die florentinische Kommune bereits faktisch konstituiert (1115); zehn Jahre später bezwang der neugegründete Stadtstaat seinen Rivalen Fiesole. Aber schon nach kurzer Zeit begannen sich die ersten Gegensätze zwischen dem nunmehr städtisch gewordenen Feudaladel und der in mächtigen Zünften zusammengefaßten Handwerkerklasse abzuzeichnen. Im Laufe der Auseinandersetzungen bildeten sich zwei Parteien, die Guelfen (unterstützt vom Papst) und die Ghibellinen (kaisertreu). Die klar überlegenen Guelfen spalteten sich im ausgehenden 13. Jahrhundert in die «Weißen» und die «Schwarzen», denen die gleichen Rivalitäten zugrundelagen: so schickte die auf der Seite des Papstes stehende «schwarze» Partei im Jahre 1303 die «weißen» Freischärler ins Exil, darunter Dante Alighieri. In der Folgezeit konnte Florenz seine Macht durch territoriale Ausdehnung und Eroberung der
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Cím: Florenz, Pisa, Siena, San Gimignano [antikvár]
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