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Aus dem Pathologischen Institut der Friedrich-Schiller-Universität Jena (Direktor: Prof. Dr. med. F. Bolck)Sarkoide Lymphknotenveränderungen bei generalisierter OrganmykoseVon C. NorysMit 7 Abbildungen (Eingegangen am 7. Mai 1959)1856 wurde von Virchow zum ersten Mal eine Pilzerkrankung der Lungen als Pneumonomykose beschrieben. Schon vorher waren Organmykosen von Vögeln bekannt. In der folgenden Zeit wurden weitere Fälle beobachtet; hauptsächlich traten hier die Pilze als sekundäre Besiedler von Organaffektionen auf, wie bei Lungenabszessen, Lungeninfarkten, Bronchiektasen. Aber immer wurden die Mykosen als gutartig und prognostisch günstig bewertet. Jedoch seit der Anwendung von Antibiotika, besonders der breitspektrigen, haben die Mykosen ihr Bild gewandelt und führen jetzt häufig zu tödlichen Ausgängen.Bei der Anwendung von Antibiotika wird unweigerlich auch die physiologische symbiotische Pilz- und Bakterienflora in ihrem Gleichgewicht gestört, da die begleitenden Bakterien vernichtet, die physiologisch vorhandenen Pilze dagegen aber gewöhnlich resistent sind und sich nun ungehemmt ausbreiten können, somit pathogen werden und pathologisch-anatomische Veränderungen bedingen. Bei endogenen Mykosen sind die jetzt pathogenen Pilze schon vorher physiologisch vorhanden, wie zum Beispiel auch Candidaarten. Exogene Mykosen sind u. a. bei französischen Taubenmästern als Aspergillosen, bei amerikanischen Farmern als farmers lung" (Törnell 1946) und allen anderen Pilzerkrankungen bekannt, deren Pilze für den Menschen nicht physiologisch sind so z. B. Histoplasma capsulatum. Endogene und exogene Mykosen können akut unter dem klinischen Bild einer Sepsis verlaufen oder sie zeigen chronischen Verlauf.Die Organe weisen bei der pathologisch-anatomischen Untersuchung Pilzgranulome auf, die differentialdiagnostisch an Tuberkulose und Lymphogranulomatose denken lassen. Es gibt keine für16 Folia Haematologica 77. Band, Heft 3