Bővebb ismertető
1. Einleitung
In den letzten zehn-fünfzehn Jahren wurden mehrere Diskussionen sprachenpolitischer, fremdsprachendidaktischer und psycholinguistischer Art über die Mehrsprachigkeit geführt, wobei der Begriff selbst unterschiedlich definiert wurde. Diese Erläuterungen legen zwar verschiedene Aspekte dieser Erscheinung dar, der Beitrag von bereits erworbenen und gelernten Sprachen im Aneig-nungsprozess neuerer Sprachen wird jedoch von allen erkannt (Hufeisen, 1998b, 1999, 2001, 2003; Apeltauer, 2001; Neuner, 2002, 2003, 2004; Franceschini, 2007; Ehlich, 2007).
Im Bereich des Deutsch-als-Fremdsprache-Lehrens- und -Lernens mangelt es in Ungarn an empirischen Untersuchungen, die sich mit Funktionen der Sprachen im Unterricht befassen oder diesbezügliche Empfehlungen für den Unterricht formulieren. In Kenntnis dieser Desiderate stehen im Mittelpunkt meiner Arbeit die empirische Ermittlung der Formen des Sprachwechseis im Deutsch-als-Fremdsprachenunterricht und die Untersuchung der Transfererscheinungen aus der ersten Fremdsprache sowie deren Wirkung auf die momentan zu lernende Fremdsprache. Aufgrund dessen versuche ich, didaktisch-methodische Empfehlungen für die optimale Förderung der Mehrsprachigkeit von Lernenden anzubieten und dadurch zum besseren Verständnis unterrichtlicher Mehrsprachigkeit beizutragen.
Die didaktischen Funktionen des Einsatzes von Muttersprache wie Aktivierung inhaltlicher Vorerfahrungen der Schüler; muttersprachliche Fortführung des Themas; muttersprachliche Lernhilfen (Muttersprache als Erklärsprache, vergleichende Anmerkungen zu Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen Muttersprache und Fremdsprache) wurden in den 80er und 90er Jahren in einer Reihe von didaktisch-methodisch orientierten Arbeiten beschrieben. Weitere Funktionen des Einsatzes, insbesondere im affektiv-emotionalen, sozialen oder kommunikativ-interaktiven Bereich wurden jedoch entweder nicht erfasst oder ausschließlich theoretisch erörtert und empirisch nicht belegt. Wirkungsanalysen des Gebrauchs von Muttersprache bzw. von weiteren Fremdsprachen im fremdsprachlichen Diskurs erweisen sich auch als notwendig. Diese Einsichten bewegten mich dazu, mich mit der Problematik zu beschäftigen.
Seit etwa zehn bis fünfzehn Jahren wurde das Ziel (wenigstens in den Lehrplänen) festgelegt, im Fremdsprachenunterricht auf den bereits vorhandenen Kompetenzen der Lernenden aufzubauen. Dies soll sich auch auf die kommunikativen Sprachkompetenzen beziehen, insbesondere, weil die allgemeinen
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