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Ein Bekenntnis
Der Fuchs ist mein Freund. Ich weiß wohl, daß ich nicht sein Freund bin, aber nur deshalb nicht, weil er mich nicht kennt. Sonst würde er bestimmt nicht vor mir Reißaus nehmen, sondern mir mit hocherhobener Lunte schmeichelnd um die Beine streichen, und ich würde ihm freund-hch den Balg klopfen. Doch er traut mir nicht, weil ich zu Hause eine Flinte habe. Dabei ist meine Flinte eine harmlose, gutmütige Fhnte, sie schießt meist nicht. Wanim denn nicht?
Ich bummle gemütlich durch ein Altholz und nähere mich dem Waldrande. Da sehe ich auf der Wiese vor dem Wald einen Fuchs mausen. Lustig sieht es aus, wie er sich duckt, hoch aufrichtet, die Gehöre stellt, hastig zuspringt, mit dem Fang ins Gras fährt und zufrieden kaut — oder ein kreuzdummes Gesicht macht, weil der Zugriff mißlang. Ich lege mich hinter eine dichte Jungkiefer und sehe ihm zu. In kaum einer halben Stunde fängt er achtzehn Mäuse, achtzehn! Das macht ihm keine Katze nach. Sechs frühstückt er, zwölf scharrt er leicht ein und bewahrt sie sich auf für einen mageren Tag. Nun ist ihm die Mäusejagd über; er will in den Wald zurück und kommt stichgerade auf mich zugeschnürt. Nur noch dreißig, zwanzig, zehn Meter ist er von mir entfernt! Da setzt er sich auf die Keulen und mustert meine Jungkiefer. Wenn ich jetzt abdrücken würde! Er hält den Kopf schief und macht ein halb nachdenkliches, halb bekümmertes Gesicht. Ich blinzle durch die Zweige und rühre kein Auge im Kopf. Sekundenlang starren wir uns in die Pupillen. Da — Sprung, Sprung, Sprung! Hei, wie er abgeht! Idi muß laut auflachen. Ja, warum schoß ich denn nicht?
Auf einer Baujagd bekomme idi den besten Stand. Als der Dackel kaum in der Röhre verschwunden ist, verläßt