Bővebb ismertető
Es dürfte angebracht se in, ein Wort der Erklárung zur Wahl des im vorliegenden Band behandelten Themas: Fortschritt im heutigen Denken vorauszuschicken. Dafi es einen solchen Fortschritt gibt, ist wohl so evident, dafi man es nicht eigens nachzuweisen braucht. Dafi man andererseits dicsem Fortschritt viel nüchterner gegenübersteht als zur Zeit des naiven Fortschrittsglaubens, dürfte auch nicht so schwer einzusehen sein. Warum alsó dieses Thema? Nun, schon die Tatsache, dafi man trotz der erstaunlichen Errungenschaften heutiger wissenschaftlicher Forschung dem Fortschrittsglauben eher zurückhaltend gegenübersteht, dürfte ein Zeichen dafür sein, dafí der Begriíf Fortschritt nicht mehr so eindeutig positiv bewertet wird. Das weist doch bereits auf eine gewisse Problematik hin. Sicher, niemand wird bezweifeln, dafí die wissenschaflliche Forschung in jüngster Zeit phantastische Erfolge verzeichnen konnte. Trotzdem aber, oder sogar in bestimmten Fállen gerade deswegen, ist eine gewisse Skepsis dem wissenschaftlichen Fortschritt gegenüber, nicht zuletzt bei den Wissenschaftlern selbst, festzustellen. Denken wir an Die Physiker" von Dürrenmatt; an das Wort von Oppenheimer nach der Explosion der von ihm mafígeblich miterforschten Atombombe: Jetzt ist die Sünde in die Wissenschaft gekommen. Wird der Wissenschaftler, der in die Geheimnisse der Natúr vorstöík, nicht zu einem Zauberlehrling, der die Kráfte, die er aufruft, nicht mehr zu bándigen vermag? Sogar im grofíen Publikum, das der Wissenschaft noch weitgehend uneingeschránktes Vertrauen entgegenbrachte, ist die Verunsicherung spürbar.